Vor dem Spiel beim SV Darmstadt 98 bangt Schalke um Kapitän Benedikt Höwedes - dem einzigen Lichtblick, was Feldspieler angeht.

Schalke

Weinzierl bangt um Kapitän Höwedes

Manfred Hendriock
14. April 2017, 17:08 Uhr
Foto: firo

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Vor dem Spiel beim SV Darmstadt 98 bangt Schalke um Kapitän Benedikt Höwedes - dem einzigen Lichtblick, was Feldspieler angeht.

Benedikt Höwedes war in Amsterdam der einzige Schalker Feldspieler, der auch mal richtig dazwischen ging und sich nicht nur albern vorführen ließ, aber nach der Rückkehr aus Holland wackelt jetzt auch noch Schalkes Kapitän: Höwedes meldete am Freitag Probleme mit der Wade, sein Einsatz im Bundesligaspiel am Ostersonntag (17.30 Uhr) bei Darmstadt 98 ist mit einem Fragezeichen versehen. “Gar nicht auszudenken, wenn er auch ausfällt”, sagte Schalkes Trainer Markus Weinzierl am Freitag.

Denn für das Spiel in Darmstadt gesperrt ist ohnehin Höwedes’ Innenverteidiger-Kollege Matija Nastasic (5. Gelbe Karte). Der Serbe kann durch Holger Badstuber ersetzt werden - sollte auch Höwedes ausfallen, müsste wohl Thilo Kehrer in die Innenverteidigung rücken, aber der wird eigentlich als Außenverteidiger gebraucht. Nach der Pleite von Amsterdam gibt’s jetzt auch noch Abwehr-Alarm: Schalke gehen die Verteidiger aus.

Schon in Amsterdam musste Schalke eine Viertelstunde vor Spielbeginn hinten umstellen: Sead Kolasinac spürte beim Aufwärmen wieder seine alte Adduktorenverletzung und sagte seinen Einsatz ab - auch für das Spiel in Darmstadt wird das kaum etwas werden. Für ihn kam Dennis Aogo, der eigentlich auf Schalke keine große Rolle mehr spielt und den Verein im Sommer verlassen wird. “Bitter” nannte Weinzierl diesen kurzfristigen Wechsel, wollte Aogo aber danach nicht als Einzelnen kritisieren: “Wir waren insgesamt als Mannschaft nicht gut.” Auch Manager Christian Heidel legte sich fest, dass der Verweis auf den Kolasinac-Ausfall zu billig wäre, um damit die verheerende Mannschafts-Leistung zu erklären: “Das will ich nicht als Ausrede verstanden wissen. Aber wir sind an die Grenze gekommen.”

Wenn neben dem gesperrten Nastasic und den Langzeit-Verletzten Naldo und Baba in Darmstadt auch noch Kolasinac und Höwedes passen müssten, sieht diese Grenze am Sonntag so aus: Coke kann rechts verteidigen, Kehrer und Badstuber bilden das Zentrum, Aogo bleibt links in der Elf. Aber auch das wäre keine Ausrede für das Spiel beim Tabellenletzten, wo alles andere als ein Sieg eine erneute Blamage wäre. Weinzierl weiß das, warnt aber pflichtgemäß: “Darmstadt war in vielen Spielen besser, als der Tabellenstand es aussagt.” Dortmund hat am Böllenfalltor verloren - das darf Schalke nicht passieren.

Übrigens: Für das Rückspiel gegen Amsterdam könnten sich die Abwehr-Probleme noch weiter zuspitzen, weil dann Thilo Kehrer eine Gelb-Sperre absitzen muss. Aber auch für den Youngster galt am Donnerstag: Ihm wurden von Armin Younes die Grenzen aufgezeigt.

Autor: Manfred Hendriock

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