Der SC Hassel fand sich nach der Hinrunde im gesicherten Mittelfeld der Oberliga Westfalen wieder. In der Rückrunde kämpft der SC gegen den Abstieg.

SC Hassel

Hinrunde Top, Rückrunde Flop

Lukas Draeger
14. April 2017, 06:37 Uhr
Foto: Tim Müller

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Der SC Hassel fand sich nach der Hinrunde im gesicherten Mittelfeld der Oberliga Westfalen wieder. In der Rückrunde kämpft der SC gegen den Abstieg.

Manchen Mannschaften tut die Winterpause gut: Durchschnaufen, Energie aufladen und noch einmal alles auf Null stellen. Die Unterbrechung des Spielbetriebs im Winter symbolisierte für den SC Hassel die Kehrtwende ihrer befreiten Auftritte aus der Hinrunde. Ein Bruch, mit dem die Gelsenkirchener bis heute zu kämpfen haben, denn: Vor dem 2:0-Erfolg am Donnerstagabend gegen den FC Brünninghausen betrug der Abstand auf SuS Stadtlohn und Tabellenplatz 17. lediglich drei Pünktchen.

Andere Zeiten waren die Mannen von der Lüttinghofstraße aus der Hinrunde gewohnt: Nach 17 Spieltagen belegte die Elf von Trainer Thomas Falkowski Tabellenrang neun. Damals betrug die Differenz auf die Gefahrenzone noch ganze elf Punkte. Doch, wie lässt es sich eigentlich erklären, dass eine Mannschaft wie Hassel bis Dezember 2016 einen derart lockeren Ball spielt sowie Spiele mit stoischer Ruhe für sich entscheiden kann und nach der Winterpause plötzlich ungewohnt schwerfällig auftritt? „Natürlich ist das keine Entschuldigung, aber innerhalb des Vereins mussten wir zunehmend Unruhe erfahren. Das ist dann nicht immer einfach, den Kopf frei zu bekommen. Von Spiel zu Spiel vergrößerte sich dann auch die Negativ-Serie auf dem Platz“, schildert Falkowski den Verlauf beim SC Hassel nach der Winterpause.

Vor dem jüngsten Sieg gegen Brünninghausen konnten die Gelsenkirchener in den acht Spielen in 2017 lediglich einmal siegen und das - nur - gegen das abgeschlagene Schlusslicht aus Erkenschwick. Auf dem heimischen Rasenplatz schien der Sportclub besonders gehemmt: Seit Oktober 2016 waren die Hasseler auf gewohntem Untergrund sieglos. Umso erleichterter waren die Akteure in grün-weiß dann nach dem Sieg gegen Brünninghausen, dass es endlich auch zuhause mal wieder mit einem Dreier geklappt hat.

Falkowski erinnert sich noch genau an die schwierige Phase in der Rückrunde: „Wir haben viele Spiele auch mit Pech verloren. Wie es dann auch so ist, wenn man eine Negativ-Serie am Schuh stecken hat, gehen die Bälle an den Pfosten und eben nicht ins Tor“, gesteht der Trainer mit einem lachenden Auge. „Trotz der Unstimmigkeiten innerhalb des Vereins sind wir uns bewusst, dass wir unsere Schwächephase zur Seite legen müssen und somit auch an unsere Ehre appellieren“, zeigte sich der Hassel-Coach sicher. Falkowski, der den SC am Ende der Saison verlassen wird, möchte sich „unter keinen Umständen mit einem Abstieg aus Hassel verabschieden“. Durch Sieg am Donnerstag konnten die Gelsenkirchener den Abstand auf die Abstiegsränge wieder auf sechs Zähler vergrößern und blicken nun mit gutem Gewissen auf die kommenden Aufgaben, um am Ende die Klasse zu halten. Am Montag geht es für Falkowski und Co. bereits weiter, wenn die Hasseler zum Auswärtsspiel nach Kaan-Marienborn reisen.

Autor: Lukas Draeger

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