Seit vier Spieltagen ist der OSC nun ungeschlagen. Wie schnell man vom „Kellerkind“ ins gesicherte Mittelfeld der dicht gestaffelten Bezirksliga Niederrhein 6 vorrücken kann, haben die Mannen von Trainer Jürgen Haupt vorgemacht. Nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn scheinen die Olympischen nun den richtigen Gang gefunden zu haben. Zwei Siege und zwei Unentschieden haben der Haupt-Truppe acht Punkte aus den letzten vier Spielen gebracht. Am Sonntag haben die Olympischen nun den SV St. Tönis zu Gast.

Bezirksliga 6 (NR): 7. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

OSC will gute Serie fortsetzen- Scherpenberg unter Zugzwang

Moritz Rieckhoff
22. September 2006, 13:16 Uhr

Seit vier Spieltagen ist der OSC nun ungeschlagen. Wie schnell man vom „Kellerkind“ ins gesicherte Mittelfeld der dicht gestaffelten Bezirksliga Niederrhein 6 vorrücken kann, haben die Mannen von Trainer Jürgen Haupt vorgemacht. Nach zwei Niederlagen zu Saisonbeginn scheinen die Olympischen nun den richtigen Gang gefunden zu haben. Zwei Siege und zwei Unentschieden haben der Haupt-Truppe acht Punkte aus den letzten vier Spielen gebracht. Am Sonntag haben die Olympischen nun den SV St. Tönis zu Gast.

Vier Siege, zwei Niederlagen und zwölf Punkte wird der Gast bei der Anreise im Gepäck mitbringen. Ginge es nach den Verantwortlichen des OSC, hätte die Spielvereinigung nach der Partie selbige Punktzahl vorzuweisen- und eine Niederlage mehr auf dem Konto. „Klar wäre es schön wenn wir gewinnen“, sagt Coach Haupt, fügt aber hinzu: „Für uns wird es darum gehen sauber zu bleiben. Wir möchten unsere Serie beibehalten und wenn es nach einem guten und fairen Spiel Unentschieden steht, kann ich damit leben.“

Dass es gegen die „alten Hasen“ aus St. Tönis nicht einfach wird, ist dem Rheinhausener Übungsleiter bewusst: „Das wird ein extrem schwieriges Spiel. Wir haben gegen eine äußerst starke und erfahrene Truppe anzutreten. Ich werde sehen, dass ich meine recht junge Mannschaft dementsprechend einstelle“. Damit es dennoch mit einem „Dreier“ klappt, schickt der Coach die Torschützen des letzten Spiels in Hüls von Anfang an ins Rennen. Marcel Remih und Ingmar Kreienbrink sind echte Stützen im Team der Duisburger und gehören auch sonst zum absoluten Stamm der Haupt-Elf. Nach abgesessener Rotsperre ist auch Mittelfeldmotor Tim Habura wieder spielberechtigt.

Gute Stimmung herrscht auch beim VfB Homberg II. Nach dem 1:0-Sieg im Derby gegen den TV Asberg ist für die Schwarz-Gelben die Tabellenspitze wieder in greifbare Nähe gerückt. Vier Punkte Rückstand hat der Tabellensechste derzeit auf Spitzenreiter DJK Willich. Am Wochenende geht es für die Kontermann-Schützlinge einmal mehr ins benachbarte Krefeld. Sechs Teams aus der Seidenstadt tummeln sich insgesamt in der Bezirksliga. Aktueller Gegner der Linksrheinischen ist am Sonntag der Verein für Bewegungsspiele Uerdingen.

Tabellenplatz 13 und nur ein Sieg der Gastgeber lassen die Auswärtsaufgabe der Schwarz-Gelben einfach erscheinen. Doch VfB Coach Achim Kontermann warnt seine Spieler vor überheblichem Auftreten: „Die stehen zwar nur auf Platz 13, doch wer denkt die schlagen wir mal so eben im Vorbeigehen, der ist bei mir an der falschen Adresse.“

Dennoch zählt für den Chef an der Linie nur ein Sieg, zumal mit Uerdingens Coach Willi Radmacher ein alter Bekannter auf das Homberger Urgestein Kontermann wartet. Mitte der Neunziger Jahre trainierte Radmacher den VfB Homberg. Einer seiner Spieler war damals Achim Kontermann: „Wir gehen als Favorit ins Spiel und wollen in Uerdingen gewinnen“, sagt dieser und ergänzt schmunzelnd: „Ich will dem Willi doch zeigen, dass ich unter ihm einiges gelernt habe, was mir jetzt auch den Trainerjob erleichtert.“

Ein richtig schwerer Brocken erwartet die noch immer sieglose Mannschaft des SV Scherpenberg. Ausgerechnet beim Tabellenführer und Topaufstiegsfavorit aus Willich soll nun der Knoten platzen. Für die von Sascha Wayen trainierten Moerser reichte es am vergangenen Wochenende bereits zum fünften Mal nur zu einem Unentschieden. Hinzu kommt die 1:2-Niederlage im Derby gegen den TV Asberg. In der Konsequenz bedeutet dies momentan Platz 12 für die Grafenstädter. Wenig Grund zur Freude also für Sascha Weyen. Doch angesichts des guten Spiels am vergangenen Wochenende gegen den Tabellendritten TSV Krefeld- Bockum - erst in der 90.Spielminute musste der SVS den 2:2 Ausgleich hinnehmen - gibt sich der Coach vor dem Match gegen Willich selbstbewusst: „Wir haben gegen zwei der drei Topteams Unentschieden gespielt. Am letzten Wochenende waren wir ganz nah an unserem ersten Saisonsieg dran“. Weyen ergänzt: „In Willich erwartet uns ein Topgegner. Dennoch werden wir natürlich versuchen auf Sieg zu spielen. Irgendwann muss es ja klappen mit dem ersten Saisonsieg.“

Die Überraschung perfekt machen sollen vor allem die Torschützen des vergangenen Wochenendes. Stammkraft und Topscoorer Özgür Jalinci, sowie der am vergangenen Wochenende eingewechselte Torschütze des zwischenzeitlichen 2:1 Gökhan Uyur spielen von Anfang an. Während Uyur im Mittelfeld betrieb machen soll, erhofft sich Wayen von Jalinci weitere Tore.

Mit dem SV Neukirchen hat ein weiterer Revierklub am Wochenende seinen Auftritt. Nachdem es am vergangenen Wochenende einen 2:1-Sieg gegen den SV Oppum zu bejubeln gab, soll nun mit dem VfR Krefeld eine weitere Mannschaft aus der Stadt am linken Niederrhein die Heimstärke des SVN zu spüren bekommen. Momentan trennen den Tabellensiebten noch vier Punkte vom Spitzenreiter aus Willich. Mit einem Sieg gegen den Elften des Klassements könnte die, von Ex-Profi Jörg Neun trainierte, Spielvereinigung in die Spitze der Tabelle vorstoßen.

Angesichts der guten Heimbilanz der Gastgeber ein nicht unwahrscheinliches Szenario. Dennoch ist Vorsicht geboten. Am letzten Wochenende trotze der VfR dem Klassenprimus Willich ein 3:3-Unentschieden ab. Und auch auswärts wurde bereits dreifach gepunktet. Aus dem Derby gegen den VfB Uerdingen gingen die VfR`ler als Sieger hervor und nahmen die Punkte mit nach Hause.

Den Spieltag tippt Reda Bouanani(Spieler VfB Homberg II)

Autor: Moritz Rieckhoff

Mehr zum Thema

Kommentieren