Trainer Thomas Tuchel rechnet in vier Wochen mit einer Rückkehr des bei dem Sprengstoffanschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus verletzten Marc Bartra.

BVB

Tuchel rechnet mit Bartra-Rückkehr in vier Wochen

Daniel Berg
13. April 2017, 15:55 Uhr
Foto: firo

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Trainer Thomas Tuchel rechnet in vier Wochen mit einer Rückkehr des bei dem Sprengstoffanschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus verletzten Marc Bartra.

Das Mittel mag fragwürdig sein, aber es ist ja die Geste, die zählt. Und so bekam Marc Bartra, der Verteidiger von Borussia Dortmund, der am vergangenen Dienstag bei einem Sprengstoffanschlag auf den BVB-Mannschaftsbus verletzt worden war, am Donnerstagnachmittag Besuch im Krankenhaus. Der Gast trug ein schwarz-gelbes Trikot, das im Hüftbereich etwas sehr spannte, und überhaupt machte der Gast einen eher ungewöhnlichen Eindruck. Aber die dicke Emma, die Maskottchenbiene des BVB, hatte sich den Weg gebahnt und stand beim gemeinsamen Foto mit dem Spieler stellvertretend für die riesige Anzahl an Genesungswünschen, die den Spanier in den vergangenen Tagen erreicht hatte. Auf dem Bild mit Emma lacht er wieder. Das allein machte den Besuch wertvoll.

Und offenbar hilft die Kraft, die ihm von allen Seiten gewünscht wird. Denn Bartra gibt sich kämpferisch. Das berichtet sein Trainer Thomas Tuchel zwei Tage vor dem Duell in der Bundesliga mit Eintracht Frankfurt (Samstag, 15.30 Uhr), das Bartra verpassen wird. "Die Ärzte geben ihm einen Zeitrahmen von vier Wochen", sagt Tuchel, "aber er versucht alle Rekorde zu brechen."

Das passt zu diesem Marc Bartra, der den Trainer so nachhaltig für sich begeistert hat. Und das beim ersten Zusammentreffen am Telefon. Tuchel, das erzählte er mal vor dem Beginn der Saison erzählte, spürte sofort die offene Art des Verteidigers. Das hat ihm imponiert. Als er dann nach Dortmund gewechselt war, wo er die riesige Aufgabe antrat, Mats Hummels zu ersetzen, hielt er, beeindruckte er mit seiner freundlichen und zugewandten Art. Und mit seinem Ehrgeiz. Sein Spieler würde der Mannschaft so gern helfen wollen, dass er nach einem Ballverlust und einem Dribbling zum anderen Ende des Feldes eine Flanke schlägt, die er dann selber ins Tor köpft. Auch das erzählte Tuchel im Laufe der Saison, um zu dokumentieren, dass dieser Verteidiger nicht alles gut macht, aber immer das Beste und mehr als im Sinn hat.

Daran liegt es vermutlich auch, dass er in seinem Krankenbett schon jetzt ungeduldig wird. Ein Knochen am Arm ist gebrochen und dieser ist eingegipst bis über den Ellenbogen. Das hält ihn von großen Zielen nicht ab, sagt Tuchel. "Er würde am liebsten am Samstg gegen Frankfurt schon mit Gipsarm spielen", sagt Tuchel und fügt augenzwinkernd an: "Aber das geht natürlich nicht. Vor allem deshalb, weil er nicht auf Abseits reklamieren kann." Ein Spaß, ein unbeschwerter Spaß. Ein gutes Mittel in diesen Tagen.

Autor: Daniel Berg

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