Den nächsten Versuch, den Abwärtstrend zu stoppen, unternimmt die SSVg Velbert am heutigen Donnerstag.

Velbert

Abwärtstrend stoppen - Heimrecht als Verpflichtung

RS
13. April 2017, 08:48 Uhr
Foto: Ketzer

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Den nächsten Versuch, den Abwärtstrend zu stoppen, unternimmt die SSVg Velbert am heutigen Donnerstag.

Um 19.30 Uhr erwartet der Fußball-Oberligist den VfB Hilden. Gespielt wird nicht im Stadion, sondern auf der Kunstrasen-Anlage Am Berg.

Das Heimrecht könnte ein Vorteil für die Velberter sein — es ist in jedem Fall eine Verpflichtung. Denn die Velberter haben vor eigenem Publikum einiges gutzumachen. Zum einen die äußerst dürftige Vorstellung im voran gegangenen Heimspiel gegen den SC Düsseldorf-West, zum anderen aber auch einen ganz bösen Misserfolg in dieser Saison, den sie gegen den heutigen Gegner erlitten hatten: Die 1:3-Pokalpleite in Hilden.

Nun ja. Viel vorgenommen hatten sich die Velberter schon für das Heimspiel gegen Düsseldorf-West, schließlich hatten sie in den vergangenen Wochen ihre Position in der Spitzengruppe verspielt und bei der kurz zuvor eingefahrenen Niederlage gegen den vom Abstieg bedrohten Cronenberger SC schon ziemlich alt ausgesehen. Doch gegen Düsseldorf-West gab es mit dem 0:1 die nächste Schlappe, dazu hatte ein beträchtlicher Teil der Mannschaft eine fast schon beschämende Leistung hingelegt.

Dem Vorsitzenden platzt der Kragen

Dem Vorsitzenden Oliver Kuhn platzte der Kragen, er berief eine Krisensitzung ein und erklärte: „Trainer und Mannschaft sind nun gefordert“, wobei er ausdrücklich die Spieler für die jüngsten Misserfolge verantwortlich machte. Da vermisste er bei vielen Biss und Bereitschaft, sich voll zu engagieren.

Zugleich forderte der Vorsitzende aus den kommenden drei Spielen mindestens sieben Punkte. Auch das wird nicht mehr klappen. Denn auch die erste Partie nach dem Düsseldorf-West-Debakel ging verloren — mit 1:3 bei TuRU Düsseldorf. Aber immerhin: Trainer Mircea Onisemiuc, der sich zuletzt schwer enttäuscht von der Einstellung seiner Spieler zeigte, bescheinigte ihnen zudem, dass sie sich gegen TuRU gesteigert und in Sachen Einsatz überzeugt hätten.

Nur kam dabei nichts Zählbares heraus. Das soll nun am heutigen Donnerstag gegen den VfB Hilden nachgeholt werden. Aber das wird schwer genug. Die Gäste gehören nämlich zu den Teams, die an der schwächelnden SSVg vorbei gezogen sind. Die Velberter sackten vom dritten auf den siebten Tabellenplatz ab, der VfB Hilden findet sich auf Position vier wieder.

Und wie stark das Team von Trainer Marcel Bastians sein kann, hatte es im Oktober bewiesen, als es die Velberter aus dem Niederrheinpokal schoss und dabei bereits mit 3:0 in Führung lag — in der nächsten Runde empfing Hilden dann RW Oberhausen. Der SSVg war wieder viel Geld und ein schönes Spiel durch die Lappen gegangen.

In der Liga folgte ein gleicher Stelle im Hildener Stadion mit einem 4:1-Sieg schon mal Revanche. Vielleicht hilft die Besinnung darauf: Die SSVg-Mannschaft kann Rückschläge wettmachen.

Autor: RS

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