Der Mittelfeldspieler feierte vor fünf Jahren mit Fortuna Düsseldorf den Sprung in die Bundesliga. Nun will der 32-Jährige mit den Zebras nach oben.

MSV Duisburg

Aufstiegsexperte Thomas Bröker will hoch

Dirk Retzlaff
12. April 2017, 07:37 Uhr
Foto: Firo

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Der Mittelfeldspieler feierte vor fünf Jahren mit Fortuna Düsseldorf den Sprung in die Bundesliga. Nun will der 32-Jährige mit den Zebras nach oben.

Thomas Bröker kann Aufstieg. Vor fünf Jahren erzielte er im Relegationsspiel zur Fußball-Bundesliga beim 2:1-Sieg von Fortuna Düsseldorf bei Hertha BSC einen Treffer und hatte somit entscheidenden Anteil am Aufstieg der Landeshauptstädter. Mit Drittligist MSV Duisburg hat Bröker nun einen weiteren Aufstieg im Visier. Allerdings schien dem 32-Jährigen zuletzt dabei keine tragende Rolle mehr zugewiesen zu sein. Wochenlang blieb dem offensiven Mittelfeldmann nur der Platz auf der Bank oder auf der Tribüne.
Beim 2:1-Sieg über die SG Sonnenhof Großaspach feierte Bröker am vergangenen Samstag – etwas überraschend – sein Startelf-Comeback.

Zuletzt hatte Bröker am 5. November beim 0:0 gegen den Halleschen FC von Beginn an mitgewirkt. Bei der 0:1-Niederlage in Rostock hatte Trainer Ilia Gruev den früheren Düsseldorfer eingewechselt, Bröker ließ dabei eine hundertprozentige Ausgleichschance liegen. Trotzdem schenkte der Coach ihm im Spiel gegen Großaspach von Beginn an das Vertrauen.

Bröker, der vier Bundesliga-Spiele und 195 Zweitliga-Partien vorweisen kann, hat es in dieser Saison schwer, sich gegen die Mitbewerber auf den Flügeln durchzusetzen. Die Konkurrenz ist groß. Andreas Wiegel, der aufstrebende Ahmet Engin, anfangs auch Tugrul Erat und auch Zlatko Janjic sind Kandidaten auf der Außenbahn, die oft den Vorzug erhielten.
Gegen Großaspach war Bröker 76 Minuten dabei, ehe für ihn Ahmet Engin kam. „Die Beine wurden am Ende etwas müde. Es ist schon ein Unterschied zwischen Trainings- und Spielbelastung“, freute sich der Familienvater am Ende über ein gelungenes Comeback.

Nun in Halle nachlegen

Mit dem Sieg über die Schwaben sieht Bröker die Zebras auf Kurs. Bröker lobt die Moral der Mannschaft: „Wir haben alles reingeworfen, um dieses Spiel zu gewinnen.“ Nun geht es am Samstag zum Halleschen FC – zu dem Gegner, gegen den Bröker im November 90 Minuten auf dem Platz stand. „Wir wollen den Schwung aus dem Spiel gegen Großaspach mitnehmen: „Mit der gleichen Einstellung können wir auch dort gewinnen.“ Bröker möchte gerne noch einmal das Gefühl des Aufstiegs auskosten – im Gegensatz zum Triumph mit Fortuna Düsseldorf soll es diesmal ohne eine Relegation gelingen.

Autor: Dirk Retzlaff

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