Durch zwei Tore in der Nachspielzeit gewannen die SF Niederwenigern die Partie in der Landesliga Niederrhein 2 gegen den FSV Duisburg mit 4:3.

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4:3! Niederwenigerns verrückter Schlussspurt

Niklas Berkel
10. April 2017, 17:23 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Durch zwei Tore in der Nachspielzeit gewannen die SF Niederwenigern die Partie in der Landesliga Niederrhein 2 gegen den FSV Duisburg mit 4:3.

Für Duisburgs Coach Denis Tahirovic rückte das Ergebnis aber in die zweite Reihe. Beide Mannschaften lieferten sich eine emotionale Begegnung, die so nicht nur auf dem Platz ausgetragen wurde. Auch von den Trainerbänken und den Zuschauern wurde die Emotionalität mitgetragen. Für Duisburgs Tahirovic ging das aber ein Stück zu weit: "Wir wurden durchgehend beleidigt und nach dem Spiel mit Bier beschüttet. Das geht so nicht. Ich bin darüber einfach nur enttäuscht. Mit Respekt und Fairplay hatte das nicht viel zu tun."

Niederwenigerns Trainer Jürgen Margref konnte mit diesen Anschuldigungen allerdings nicht viel anfangen: "Emotional war die Partie. Das stimmt. Aber die Beleidigungen kann ich so nicht bestätigen. Wäre das passiert, oder hätte ich davon etwas mitbekommen, hätte ich das auf jeden Fall sofort unterbunden."

"Dass Duisburg diese Partie noch verloren hat, hat es sich selbst zuzuschreiben", erklärte Margref. Der Ex-Profi bescheinigte dem Gegner eine hervorragende Qualität: "Die haben sehr gut gespielt. Ohne die zwei Platzverweise gegen den Gegner hätten wir verloren." In diesem Punkt waren sich beide Trainer einig, denn auch Tahirovic sagte: "Für das Spiel hat Niederwenigern wenig getan. Wir waren besser."

Duisburg ging auch früh durch Ibrahim Bulut in Führung (12.), schwächte sich allerdings noch vor der Pause das erste Mal durch einen Platzverweis (36.). Trotzdem sollten die Gäste in Person von Ibrahim Bayraktar das 2:0 nachlegen (51.). Florian Machtemes gelang zwar der Anschluss (64.), doch nach dem 3:1 für den FSV durch Enes Balci schien die Partie gelaufen (76.).

Dass das Spiel doch noch eine kuriose Wendung nahm, lag an der zweiten roten Karte gegen Duisburg. Diese führte zu einem Strafstoß, den Ismail Kisin verwandelte und der damit zum Anfang der Aufholjagd blies (83.). In der ersten Minute der Nachspielzeit gelang den Hausherren der nicht mehr erhoffte Ausgleich durch Dominik Enz.

Im Anschluss hätte Niederwenigern das Spiel trotz doppelter Überzahl sogar fast noch verloren. "Das war Wahnsinn. Da laufen wir in einen Vier-gegen-Eins-Konter. Das muss Duisburg eigentlich machen", wusste Margref gar nicht, wie seiner Mannschaft geschah. Sie konnte den Konter jedoch verteidigen und Frederick Gipper setzte im Gegenzug den Schlusspunkt eines verrückten Spiels (93.).

Autor: Niklas Berkel

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