Spitzenreiter Westfalia Herne siegte durch einen Ferati-Elfmeter in der Nachspielzeit mit 2:1 gegen Concordia Wiemelhausen. Die Bochumer haderten mit dem Schiedsrichter.

WL 2

Herner Wahnsinn! Siegtor in der 96. Spielminute

Arthur Makiela
09. April 2017, 20:21 Uhr
Foto: Arthur Makiela

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Spitzenreiter Westfalia Herne siegte durch einen Ferati-Elfmeter in der Nachspielzeit mit 2:1 gegen Concordia Wiemelhausen. Die Bochumer haderten mit dem Schiedsrichter.

Der Unparteiische Julian Engelmann wusste, als er die fünfminütige Nachspielzeit anzeigte, bestimmt nicht, dass er noch einige spielentscheidende Entscheidungen zu fällen hat.

In der 94. Spielminute zeigte er nach einem Foulspiel an Marko Onucka zum ersten Mal auf den Punkt. Top-Torjäger Fatmir Ferati scheiterte am starken Concordia-Schlussmann Bruno Staudt, der die Herner im Spiel mit seinen Paraden zum Verzweifeln brachte. Doch nur kurz drauf pfiff der Schiedsrichter erneut einen Foulelfmeter. Diesmal wurde Verteidiger Maurice Rene Haar zu Fall gebracht. SCW-Trainer Christian Knappmann bestimmte Onucka als Schützen, doch Ferati schnappte sich den Ball und verwandelte eiskalt zum 2:1-Siegtreffer. „Ich ziehe alle meine Hüte vor Ferati. Mein größter Respekt“, lobte „Knappi“ seinen Torjäger, der Nervenstärke bewies.

Herne war vor 470 Zuschauern die spielbestimmende Mannschaft über die gesamte Partie, doch das Bollwerk der Concordia machte dicht – und wenn ein Ball durchkam, war Keeper Bruno Staudt zur Stelle. Wiemelhausen hatte einen klaren Abschluss im Spiel und der brachte die Führung. Torjäger Ivo Kleinschwärzer verwandelte per Abstauber nach einem starken Sololauf von Rene Löhr (60.). „Wir haben das Spiel mehr als verdient gewonnen. Die Torschussbilanz war 22:1“, betonte Knappmann. „Am Ende war es verrückt und dramatisch, aber es gibt keinen Zweifel am Sieg.“ Der eingewechselte Kevin Steuke fand die erste Lücke in der Wiemelhausener Hintermannschaft (85.), bevor Ferati dann den späten Sieg eintütete.

Auf Seiten der Concordia verstand man die Welt nicht mehr. „Wir sind vom Schiedsrichter betrogen worden. Zwei Elfmeter in der Nachspielzeit zu geben, das ist mir unbegreiflich“, konnte Wiemelhausens Jürgen Heipertz den Verlauf nicht fassen. Sein Zusatz: „Ich weiß nicht, was wir ihm getan haben, was er gegen uns hat.“

Sein Team habe ein gutes Spiel abgeliefert, jedoch fehlten am Ende die Entlastungsangriffe. „Herne tat sich schwer, hatte aber mehr vom Spiel. Die Mannschaft hat gut dagegen gehalten und kämpferisch war das stark.“

Autor: Arthur Makiela

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