BVB-Trainer Thomas Tuchel hat die bittere 1:4-Niederlage gegen den FC Bayern mit der Personalsituation gerechtfertigt.

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Trotz Naivität - Watzke sieht Saisonziel nicht gefährdet

Marian Laske
09. April 2017, 12:30 Uhr
Foto: firo

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BVB-Trainer Thomas Tuchel hat die bittere 1:4-Niederlage gegen den FC Bayern mit der Personalsituation gerechtfertigt.

Am Sonntag unterstützte ihn BVB-Boss Hans-Joachim Watzke im Doppelpass von Sport1. "Die ersten fünf, sechs Minuten waren gut. Wir hatten zu viele Ausfälle. Das soll keine Entschuldigung sein, ist aber ein Fakt. Und die Bayern waren überragend. Ich habe sie selten so stark gesehen. Das schaffen wir nicht, da mitzuhalten", meinte Watzke. Und legte nach: "Bayern ist für mich klarer Favorit auf die Champions League."

Watzke sieht Saisonziel nicht gefährdet
Watzke sieht das Saisonziel des BVB, mindestens den dritten Platz in der Bundesliga und damit die direkte Qualifikation für die Champions League zu erreichen, nicht gefährdet. "Wir sind in der Rückrunde in der Tabelle deutlich stabiler. Wir kommen vom sechsten Platz und sind jetzt einen Punkt hinter Hoffenheim."

Der BVB-Boss betonte, dass die bisherige Saisonbilanz der Schwarz-Gelben nicht schlecht sei. "Wir sind noch im Viertelfinale der Champions League und im Halbfinale des DFB-Pokals." Und dies, obwohl sich die Mannschaft im Umbruch befinde. Watzke: "Wir wussten schon, dass das ein heißer Ritt wird. Aber wir werden eine Mannschaft in den nächsten Jahren haben, an der wir noch viel Freude haben werden. Wir werden Henrikh Mkhitaryan durch Ousmane Dembélé ersetzen. Der hat alles, um ein ganz Großer zu werden." Watzke würde den BVB nicht als Ausbildungsverein bezeichnen. "Unsere Spieler gehen noch zu drei bis vier Klubs in der Welt. Den Rest schmeißen die in die Tonnen", so der 57-Jährige.

Watzke: Mannschaft noch zu naiv
Grundsätzlich findet Watze die Dortmunder Mannschaft momentan noch zu naiv. Das habe man auch bei den Gegentoren gegen den FC Bayern gesehen. "Wir kriegen seit drei oder vier Jahren immer die wenigsten Karten. Wenn wir unter den letzten Acht in Europa sind, müssen wir uns weiterentwickeln. In Italien kommt der Franck Ribéry nicht bis an die Mittellinie. Wir haben wenig Erfahrung. Felix Passlack etwa kann noch U19 spielen. Wir sind noch mitten in einem Lernprozess."

Watzke betonte: "Ab und zu musst du leiden. Deshalb liebe ich den Verein ja auch so, sonst wäre ich Bayern-Fan geworden – da musst du nicht leiden. Wer in Dortmund lebt, der weiß, den leichten Weg hast du eher in München oder Hamburg. Im Ruhrgebiet ist eine Malochermentalität gefragt. Wir haben die Bayern gereizt. Am Ende kommt es dem deutschen Fußball entgegen. Wir haben die Bayern zur Höchstleistung getrieben, und die haben uns auch auf ein höheres Niveau gebracht."

Autor: Marian Laske

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