Dr. Christian Steinborn, bis zuletzt Aufsichtsratschef von Alemannia Aachen, hat sich via RevierSport mit einem offenen Brief zu Wort gemeldet.

RWE

Solidarität mit Welling - auch Aachen attackiert DFB-Vize

Krystian Wozniak
04. April 2017, 17:26 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Dr. Christian Steinborn, bis zuletzt Aufsichtsratschef von Alemannia Aachen, hat sich via RevierSport mit einem offenen Brief zu Wort gemeldet.

Tenor: Kritik an DFB-Vize Rainer Koch und lobende Worte für die Ausführungen von RWE-Präsident Dr. Michael Welling, der bereits vor wenigen Tagen einen offenen Brief an den DFB-Vize formulierte und dafür sehr viel Lob erntete.

Die Aussagen vom 30. März des DFB-Vizechefs Rainer Koch haben neben Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen auch Alemannia Aachen getroffen. Der für den Amateur-Fußball zuständige Koch hat Vorwürfe zahlreicher verschuldeter Vereine gegen die Struktur der Regionalliga zurückgewiesen.

Die Kaiserstädter, die in fünf Jahren zum zweiten Mal einen Insolvenzantrag stellen mussten, wurden explizit von Koch angegriffen. In Richtung des früheren Bundesligisten Alemannia Aachen sagte Koch: "Zwei Insolvenzen in fünf Jahren sind völlig inakzeptabel und Negativwerbung für den Fußball." Koch weiter: "Es trifft meist Vereine, die sich als Profi-Vereine sehen. Ihre Etats nicht an die Struktur der Regionalliga anpassen und sich dabei wirtschaftlich übernehmen. Die vierte Liga ist allenfalls eine Halbprofi-Liga. Und wer sich dort Vollprofitum leistet, kann nicht erwarten, dass ihm das andere finanzieren. Das kann auf Dauer nicht gutgehen."

Harte Worte von Koch, die die Verantwortlichen von Rot-Weiss Essen in Person von Dr. Michael Welling und Rot-Weiß Oberhausen in Person von Hajo Sommers so nicht stehen lassen wollten.

Jetzt meldet sich der ehemalige Aufsichtsratschef von Alemannia Aachen zu Wort und bricht eine Lanze für Traditionsklubs wie RWE und RWO. Derweil erntete Viktoria Köln, aktueller Tabellenführer der Regionalliga West, Kritik von Steinborn. "Genau so verwunderlich wie auch zugleich unangemessen sind die in diesem Zusammenhang ergangenen Äußerungen von Viktoria Kölns Sportdirektor Franz Wunderlich der – anders als die Verantwortlichen der Traditionsvereine in der Regionalliga West - mit einem Mäzen wie Franz-Josef Wernze im Rücken und damit einem Etat, der wirtschaftliche Sorgen gar nicht erst aufkommen lassen sollte, leicht Reden hat."

Auf Seite 2 können Sie den kompletten Brief von Dr. Christian Steinborn, bis zuletzt Aufsichtsratschef von Alemannia Aachen, lesen:

Autor: Krystian Wozniak

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