Die Moskitos siegen und siegen und kommen aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus.

Eishockey-Viertelfinale

Moskitos nicht zu bremsen

Erik Asmussen
02. April 2017, 21:31 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Die Moskitos siegen und siegen und kommen aus dem Jubeln gar nicht mehr heraus.

Das erste Playoff-Spiel in der Eishockey-Oberliga (Best-of-Five-Serie) gegen den EC Peiting gewannen sie verdient mit 5:3 und machten damit den ersten Schritt in Richtung Halbfinale. Der zweite gelang ihnen am Sonntag im Süden der Republik, wo sie ebenfalls mit 5:3 (1:2, 1:0, 3:1) siegten.

Am Freitag hatten sich beide Teams das Toreschießen vor allem für den Schlussabschnitt aufgehoben, doch trotzdem bekamen die rund 1900 Zuschauer in der Eishalle am Westbahnhof von Beginn an eine packende Begegnung geboten, die eines Playoff-Viertelfinals würdig war. Und mit sechs Toren im Schlussdrittel bot das Duell reichlich Spannung und besaß einen hohen Unterhaltungswert.

Von Beginn an bekamen die Gäste einen detaillierten Eindruck des Essener Power-Eishockeys. Unter Druck - und meistens in Unterzahl - gerieten die Peitinger mehrmals in Bredouille, aber im Notfall war der Gäste-Schlussmann Florian Hechenrieder stets auf dem Posten.
Für den ersten wirklichen Aufreger sorgte allerdings der Unparteiische Markus Krawinkel. Er schickte den Peitinger Kostourek nach einem Foul an Essens Hildebrand zum vorzeitigen Duschen, weil dieser sich tierisch über dessen Entscheidung aufgeregt hatte.

Mit Beginn des zweiten Abschnitts stand der Sport wieder im Vordergrund. Nardo Nagtzaam, der als Ersatz für den erkrankten Velecky auflief, bedankte sich mit einem Sahnetor für seine erste Nominierung seit Mitte Januar. Die Freude der Hausherren währte allerdings nicht lange, denn nur wenige Augenblicke später markierte Peitings Maier den Ausgleich (25.).

Fortan übernahmen die Gäste das Kommando. Doch immer wenn die EC-Stürmer es schafften, die Essener Defensive um Kapitän Philipp Gejerhos zu überspielen, war bei Moskitos-Goalie Sebastian Staudt Endstation.
In den letzten 20 Minuten waren wieder die „Mücken“ auf dem Eis, die über weite Strecken der Saison mit schnellen Puckgewinnen und gradlinigem Offensivspiel auf sich aufmerksam gemacht hatten. Beinahe zeitgleich mit Wiederbeginn des letzten Abschnitts knallte Julian Lautenschlager die Scheibe ansatzlos ins gegnerische Gehäuse (41.). Wenig später tankte sich der starke Nagtzaam über rechts durch und bediente mustergültig Veit Holzmann (45.).

Als dann Torjäger Robin Slanina frei vor dem Gehäuse der Gäste auftauchte und Hechenrieder verlud, entfachte das Partystimmung am Westbahnhof (51.). Doch die Bayern steckten nicht auf: Maier schürte mit seinem zweiten Treffer leichte Hoffnung unter den rund 20 mitgereisten Gäste-Fans. Und als EC-Angreifer Saal auf 4:3 verkürzte (58.), gab’s keinen Ruhepuls mehr auf den Rängen. Knapp zwei Minuten wurde gezittert, dann war es geschafft: In den Schlusssekunden erlöste Bires per Empty-Net-Goal den ESC-Anhang.

Autor: Erik Asmussen

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