Bochums Manuel Riemann hätte nach dem Schlusspfiff in Sandhausen (0:0) sicherlich gerne mit seinem guten Kumpel Stefan Kulowits ausführlich geplaudert.

Bochum in Sandhausen

VfL-Akteure reden Klartext

02. April 2017, 18:47 Uhr
Foto: firo

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Bochums Manuel Riemann hätte nach dem Schlusspfiff in Sandhausen (0:0) sicherlich gerne mit seinem guten Kumpel Stefan Kulowits ausführlich geplaudert.

Doch ausgerechnet bei seinem ersten Auftritt zwischen den Pfosten an alter Wirkungsstätte blieb dem Keeper dafür keine Zeit. Der Schlussmann, der vier Minuten vor dem Ende die einzige klare Möglichkeit der Hausherren mit Fußabwehr zunichte machte, wurde zur Dopingprobe gebeten.

Marco Stiepermann, der wieder einmal eine Großchance nicht nutzen konnte, sprach wie seine Kollegen nach dem Spiel Klartext: „Es war ein hart umkämpfter Punkt. Am Ende hätten wir vielleicht mit ein wenig Glück den Lucky Punch setzen können. Aber insgesamt kann man eigentlich nur mit unserer Abwehrleistung zufrieden sein.“

Eine unglückliche Figur machte im Angriff Peniel Mlapa. Meist nur mit hohen Bällen angespielt, konnte sich Bochums Angreifer trotz eines enormen Laufpensums in keiner Phase entscheidend in Szene setzen. Mlapa: „Es war viel Kampf, viel Krampf. Sandhausen hat es uns sehr schwer gemacht.“ Aufhängen wollte er die Probleme der ersten Halbzeit aber nicht am erstmals von Spielbeginn an partizipierten 3-5-2-System: „Es ist etwas anderes, ob man bei Rückstand umstellt und das dann spielt, oder ob man es von Beginn an praktiziert. Ich denke, da haben wir sicherlich noch Luft nach oben.“

Russel Canouse, der für den gesperrten Anthony Losilla erstmals wieder in die Startformation rutschte, gestand ein: „Es war nicht einfach für uns und wir werden sicherlich auch noch ein wenig Zeit brauchen, bis das neue System funktioniert. Wir haben es viel zu oft mit langen Bällen probiert. Außerdem war es für uns schwer, uns über außen durchzusetzen.“ Immerhin blieb dem US-Boy die fünfte Gelbe Karte erspart.

Auch Felix Bastians zeigte sich nach dem Spiel ernüchtert: Wir haben sicherlich nicht unseren besten Fußball gespielt. Wir waren viel zu unruhig. Das neue System bringt uns auf Dauer mehr Flexibilität, aber wir müssen es dann offensiv einfach besser machen.“

Nils Quaschner, gegen Sandhausen in der Doppelsitze zusammen mit Mlapa, stimmte seinen Mannschaftskameraden zu: „Die Zuschauer werden von dieser Begegnung nicht begeistert gewesen sein. Die erste Halbzeit war nicht gut, der zweite Abschnitt etwas besser. Kurios: Wie schon in den letzten Wochen haben wir dann in den Schlussminuten unsere besten Möglichkeiten.“

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