Aubameyang bejubelte sein Tor für den BVB auf Schalke mit einer Maske – die zu einem persönlichen Werbepartner gehört. Und der ist Konkurrent eines BVB-Partners.

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Aubameyang droht Ärger wegen Masken-Jubels

Sebastian Weßling
01. April 2017, 19:14 Uhr
Foto: firo

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Aubameyang bejubelte sein Tor für den BVB auf Schalke mit einer Maske – die zu einem persönlichen Werbepartner gehört. Und der ist Konkurrent eines BVB-Partners.

Hans-Joachim Watzke hatte die Aktion von Pierre-Emerick Aubameyang gar nicht mitbekommen. Der Geschäftsführer von Borussia Dortmund hatte nicht gesehen, dass sein Stürmer nach dem Treffer zum 1:0 für den BVB im Derby bei Schalke 04 mit einer Maske gejubelt hatte. „Ich habe es erst mitgekriegt, als er das Ding wieder weggelegt hat“, sagte Watzke, als das Spiel mit 1:1 (0:0) zu Ende gegangen war. Doch nicht nur das Endergebnis nach einem Gegentor von Thilo Kehrer trübte die Laune des BVB-Bosses, sondern auch Aubameyangs Jubel. „Das Ärgerliche ist für mich, dass es dafür eine Gelbe Karte gibt“, sagte Watzke.

Es ist die dritte Verwarnung, die der Stürmer in der laufenden Saison bekommen hat. Sollten nicht noch zwei weitere hinzukommen, wird man dies beim BVB verschmerzen können. Und doch dürfte Aubameyang noch ein paar deutliche Worte zu hören bekommen. Denn anders als bei ähnlichen Aktionen zuvor, als er Treffer mal als Batman, mal als Spiderman bejubelt hatte, war es dieses Mal kein Superheld, auf den die Wahl des 27-Jährigen fiel. Die Maske, die er überzog, gehörte zu einer Werbefigur seines persönlichen Partners Nike. Und das ist pikanterweise ein Konkurrent des BVB-Ausrüsters Puma.

„Das habe ich noch nicht verifizieren können“, sagte Watzke. „Wenn das so sein sollte, werden wir darüber sicherlich nochmal reden. Das wird dann auch möglicherweise ein bisschen schwieriger für ihn.“ Denn Aubameyang ist Wiederholungstäter: Beim 6:2-Sieg im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen hatte er das Nike-Symbol in die Frisur eingearbeitet – und einen Rüffel von Sportdirektor Michael Zorc bekommen: „Das muss man nicht häufig wiederholen“, sagte der damals. „Darüber werden wir mit ihm sprechen.“

Offenbar hat das Gespräch nicht gefruchtet – nicht auszuschließen also, dass es dieses Mal nicht bei mahnenden Worten bleibt.

Autor: Sebastian Weßling

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