Überraschung vor dem Ruhrgebiets-Derby in der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund: Auf Schalker Seite gibt der Spanier Coke sein Pflichtspiel-Debüt.

S04 - BVB

Coke in der Startelf, Kolasinac muss passen

Peter Müller
01. April 2017, 15:07 Uhr
Foto: Firo

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Überraschung vor dem Ruhrgebiets-Derby in der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund: Auf Schalker Seite gibt der Spanier Coke sein Pflichtspiel-Debüt.

Der frühere Kapitän des FC Sevilla war vom neuen Schalker Sportchef Christian Heidel vor der Saison als Königstransfer verpflichtet worden. Doch in einem Testspiel im Sommer-Trainingslager zog sich der 29-Jährige einen Kreuzbandriss zu. Seit vier Wochen ist er nun zurück im Training, beim 1:3 im Testspiel in Hannover überzeugte er: Er hielt durch und köpfte sogar ein Tor. Man darf sehr gespannt darauf sein, in welcher Form er sich nun im Wettkampf präsentieren wird.

Coke ist allerdings nur in die Schalker Startformation gekommen, weil Sead Kolasinac nicht rechtzeitig fit geworden ist. Der Bosnier war wegen muskulärer Probleme vorzeitig von seiner Nationalmannschaft zurückgekehrt. Schalkes Trainer Markus Weinzierl hatte bereits angekündigt, dass er seine zuletzt sehr formstarke Stammkraft nur dann einsetzen wolle, wenn Kolasinac tatsächlich zu hundert Prozent einsatzfähig sein würde. “Wir brauchen ihn nicht nur in diesem Spiel”, sagte Weinzierl.

Für Coke hatte Weinzierl eigentlich keinen 90-Minuten-Einsatz vorgesehen. “Notfalls kann er auch von Anfang an spielen”, sagte der Trainer. “Aber nach seiner langen Verletzungspause hat er immer noch Trainingsrückstand.”

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Da Coke ein Rechtsverteidiger ist, wird der junge Thilo Kehrer nach links rücken und den Platz von Sead Kolasinac einnehmen. Dies ist eine Notlösung, denn ursprünglich galten Abdul Rahman Baba und Dennis Aogo als Alternativen für Kolasinac. Doch beide sind ebenfalls verletzt - sogar langfristig: Aogo erlitt einen Bänderriss, Baba einen Kreuzbandriss.

Auch bei Borussia Dortmund gibt es einen unerwarteten Namen in der Anfangsformation: Der erst 18-jährige Felix Passlack erhielt von Trainer Thomas Tuchel den Vorzug vor dem portugiesischen Europameister Raphael Guerreiro. Voraussichtlich wird der BVB in der Abwehr mit einer Dreierkette antreten, die von Lukasz Piszczek, Sokratis und Marc Bartra gebildet wird. Passlack wird den verletzten Erik Durm auf der rechten Seite ersetzen. Nicht einsatzfähig ist beim BVB auch Angreifer André Schürrle, der sich in der Nationalmannschaft beim 4:1 in der WM-Qualifikation in Aserbaidschan mit einer starken Leistung auch für Einsätze bei Borussia Dortmund empfohlen hatte. Nun aber muss er wegen einer Achillessehnen-Verletzung passen.

Autor: Peter Müller

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