Die beiden Englischen Wochen in diesem Kalenderjahr waren für die Fußballer des VfB Speldorf in der Landesliga kein Erfolgsgarant.

Speldorf

VfB will den Anschluss nicht verlieren

Marcel Dronia
01. April 2017, 11:39 Uhr
Foto: Funke Foto Services

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Die beiden Englischen Wochen in diesem Kalenderjahr waren für die Fußballer des VfB Speldorf in der Landesliga kein Erfolgsgarant.

Vor zwei Wochen sprangen lediglich zwei Unentschieden heraus, dazu kam das Aus im Kreispokal. Diesmal steht für den Landesligisten lediglich ein Punkt zu Buche. Diese Bilanz wollen die Grün-Weißen am Sonntag, 15.15 Uhr, im Heimspiel an der Saarner Straße gegen den VfL Repelen aus Moers unbedingt aufbessern, denn es beginnt nun die alles entscheidende Saisonphase.

Noch ist für die Speldorfer alles drin in Sachen Aufstieg. Dass Rang zwei sechs Punkte entfernt ist, spielt wegen des Rückzugs von Oberhausens U23 fast keine Rolle. Auf den ersten wirklichen Konkurrenten Rhede sind es fünf Punkte, auf Sonsbeck vier. Ob es reicht, einen der beiden zu überholen, hängt auch von weiter oben spielenden Teams ab. Aktuell belegt Fortuna Düsseldorf II in der Regionalliga West wieder einen Abstiegsplatz. Nur wenn die Fortunen drin bleiben, bekommt ein drittes Landesligateam die Chance, über die Relegation den Aufstieg in die Oberliga zu schaffen.

Der Aufstieg wird eher in Klosterhardt oder in Niederwenigern entschieden
Oliver Röder (VfB Speldorf)

Freilich hat der VfB im Blick auf die schwierigen letzten Jahre keinen Aufstiegszwang, doch die große Chance in diesem Jahr, gepaart mit dem Ehrgeiz der Verantwortlichen ergibt schon einen gewissen Anspruch. „Wir haben einfach eine unfassbar große Möglichkeit“, sagte Trainer Christian Mikolajczak schon vor Beginn der Englischen Woche. Nach dem Unentschieden in Niederwenigern und der klaren Niederlage in Oberhausen hebt der Sportliche Leiter Oliver Röder ein Stück weit den Zeigefinger. „Wir laufen gerade Gefahr, das Erarbeitete zu verspielen“, sagt er. Dabei störte den ehemaligen Coach weniger die Pleite bei RWO, als die Spiele davor. „Der Aufstieg wird eher in Klosterhardt entschieden oder in Niederwenigern“, sagt Röder. In beiden Auswärtsspielen hatte der VfB nach Führungen insgesamt vier Punkte liegen gelassen und hatte jeweils nur Unentschieden gespielt. „In Niederwenigern hätten wir alles dafür tun müssen, das 2:1 irgendwie über die Zeit zu retten“, sagt der Sportliche Leiter.

Blick auf das Wesentliche

Röder möchte aber nicht als der Mahner verstanden werden, der nachher immer alles besser weiß. Er möchte den Blick aber wieder auf das Wesentliche lenken. Weg von Diskussionen mit Schiedsrichtern, weg von Gedankenspielen über zurückgezogene Teams.
Durch die letzten Ergebnisse hat sich der VfB vor dem Duell gegen Repelen ein Stück weit selbst unter Druck gesetzt. Bei weiteren Punktverlusten könnte der Rückstand viel zu schnell weiter anwachsen. Schenken werden die Moerser dem VfB indes nichts, benötigen sie doch selbst dringend Punkte. Nur drei Zähler trennen den VfL aktuell vom Abstiegsrelegationsplatz.

Wie ein roter Faden zieht sich durch die letzten Spiele auch die Tatsache, dass VfB-Trainer Christian Mikolajczak laufend umstellen muss. Am Sonntag fällt Harun Can nach der Gelb-Roten Karte am Mittwoch aus.

Autor: Marcel Dronia

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