Die U19 von Rot-Weiss Essen empfängt am Sonntag den BVB-Nachwuchs. Die Essener wollen nach Bochum auch die Borussia schocken.

RWE U19

Der nächste Top-Gegner soll geärgert werden

Julian Tilders
30. März 2017, 10:07 Uhr
Foto: Bohla

Foto: Bohla

Die U19 von Rot-Weiss Essen empfängt am Sonntag den BVB-Nachwuchs. Die Essener wollen nach Bochum auch die Borussia schocken.

Es ist eine mäßige Saison für die Rot-Weissen: Tabellenrang elf und nur zwei Punkte Abstand auf den Wuppertaler SV, der auf dem ersten Abstiegsplatz steht, zwingen die Mannschaft von Trainer Carsten Wolters zum Handeln – und zum Punkten. Die letzten Wochen standen im Zeichen des Dauerdrucks im Abstiegskampf, aber RWE riss sich zusammen. Das letzte Resultat: Ein 2:0-Sensationssieg gegen Bochum, ein absolutes Top-Team der Liga. Damit hatte wohl niemand so richtig gerechnet, aber Essen bewies Moral und Willen. Das Selbstvertrauen aus diesem Spiel soll nun auch in die anstehende Partie gegen die Dortmunder U19 einfließen.

Trainer Wolters sieht vor dem Aufeinandertreffen Parallelen zum Triumph gegen Bochum. Er analysiert: „Das wird ein ähnliches Spiel werden, der BVB kämpft noch um die Meisterschaft. Es ist selbstverständlich eine schwierige Aufgabe gegen eine spielstarke Mannschaft. Bochum hatte gegen uns mehr Ballbesitz, so wird es gegen Dortmund voraussichtlich auch sein. Torjäger Jacob Bruun Larsen fehlt ihnen zwar, was sicherlich nicht zu unserem Nachteil ist, aber sie werden mit ihrer Qualität zwangsläufig zu Chancen kommen.“ Zwar sei mit dem Eigentor und dem Elfmetertor zehn Minuten nach der Pause gegen den VfL auch das Glück auf Essener Seite gewesen, aber Wolters ist sich sicher: „Gegen Bochum kam uns der Spielverlauf entgegen. Dadurch ist der Glaube, gegen solche Top-Teams zu punkten, größer geworden.“

Die Formel gegen Spitzenmannschaften

Der Coach weiß: „Gegen den BVB müssen wir uns wieder wie gegen Bochum in jeden Ball reinschmeißen, die eins-gegen-eins-Zweikämpfe gewinnen und kämpfen, dann bin ich optimistisch, dass wir aus unserer Außenseiterrolle heraus eine Überraschung landen können.“ Selbstredend brauche jeder Spieler einen guten Tag – vielleicht einen ähnlichen Tag wie im Hinspiel. Dort ging man trotz einer Führung bis zur Mitte der zweiten Hälfte bei einer guten Leistung ohne Punkte nach Hause, das Spiel endete 1:3 aus Sicht der Essener.

Ich erwarte jetzt eine Trotzreaktion der Mannschaft.
Carsten Wolters

Das Niederrheinpokal-Ausscheiden gegen Rot-Weiß Oberhausen am Sonntag trübte zuletzt die Gemüter, aber Wolters ruft zum Weitermachen auf: „Die Mannschaft hat sich über das bittere Aus genug geärgert, genau wie ich. Aber im Grunde sind die Meisterschaftspunkte wichtiger für uns. Ich erwarte jetzt eine Trotzreaktion der Mannschaft. Unser Ziel ist definitiv, etwas mitzunehmen. Und mit dem Quäntchen Glück auf unserer Seite können wir das schaffen.“

Autor: Julian Tilders

Mehr zum Thema

Kommentieren