Alemannia Aachen musste zum zweiten Mal innerhalb der letzten Jahre Insolvenz anmelden.

Aachen

Kein Zwangsabstieg, die Saison ist gesichert

26. März 2017, 11:45 Uhr
Foto: firo

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Alemannia Aachen musste zum zweiten Mal innerhalb der letzten Jahre Insolvenz anmelden.

Insolvenzverwalter Dr. Christoph Niering erklärte auf einer Pressekonferenz den aktuellen Stand rund um die Alemannia.

Niering zur laufenden Saison: "Man hat zum richtigen Zeitpunkt diesen schwierigen Schritt gewählt. Im Gegensatz zu Insolvenzen, die wir früher im Fußball begleitet haben, gibt es keinen Zwangsabstieg für die Alemannia. Es gibt den Abzug von neun Punkten, das ist eine schwere Strafe, aber nicht die Höchststrafe. Zudem kann Aachen die Saison beenden. Die finanziellen Voraussetzungen sind da, auch ohne weitere Zahlungen. Aachen wird die Saison bis zum 20. Mai durchstehen. Zudem sind auch die Gehälter der Spieler und Mitarbeiter gesichert. Es gibt einen besonderen Sicherungsmechanismus, der greift hier."

Niering zur Zukunft des Traditionsvereins: "Die Erfahrung, die wir seit über 17 Jahren im Fußballbereich haben, die sagt uns, dass man nicht nur für die nächste Saison Sorge trägt, sondern auch mal drei bis fünf Jahre voraus planen muss. Es geht um Planungssicherheit und um einen Etat für die nächste und vielleicht auch übernächste Saison. Es geht darum, dass man Sponsoren längerfristig an sich bindet."

Niering über die Zukunft der aktuellen Mannschaft: "Ich rede mit jedem, auch mit der Mannschaft. Wenn man offen und ehrlich mit der Situation umgeht, kann man viele, die vielleicht schon mit den Gedanken woanders sind, doch begeistern, für so einen tollen Verein wie die Alemannia weiter zu spielen."

Niering über einen möglichen Stadionumzug: "Der Tivoli ist ein Schmuckstück, da würde sich der eine oder andere Erstligist die Finger nach lecken. Dieses Stadion ist aber auch eine hohe Last - finanziell und organisatorisch. Die Miete, der Unterhalt, das ist aber nun einmal da. Jetzt geht es nicht darum zu sagen, wir wünschen uns nach Würselen, Jülich oder woanders hinzugehen. Jetzt muss man einfach mal die Power zeigen und sagen, das schaffen wir auch hier. Das Stadion ist da, jetzt muss es auch genutzt werden. Wenn die Alemannia es nicht mehr nutzen würde, was würde dann mit dem Stadion passieren? Nichts wahrscheinlich."

Autor: Christian Brausch

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