Am 26. Spieltag hat sich RWO mit einem 3:1-Sieg gegen Gladbach II auf den vierten Tabellenrang vorgekämpft - Alexander Scheelen entdeckte seine Torjäger-Qualitäten neu.

RWO

Scheelen über den Lauf der Kleeblätter im Jahr 2017

Julian Tilders
26. März 2017, 10:17 Uhr
Foto: Micha Korb

Foto: Micha Korb

Am 26. Spieltag hat sich RWO mit einem 3:1-Sieg gegen Gladbach II auf den vierten Tabellenrang vorgekämpft - Alexander Scheelen entdeckte seine Torjäger-Qualitäten neu.

„Wir haben im Moment einen Lauf“, sagte der 29-Jährige nach dem Spitzenspiel gegen den Tabellendritten Borussia Mönchengladbach II und fasste das Spiel damit kurz und knapp aber absolut treffend zusammen. Bei RWO gibt es sportlich nichts zu meckern. Die Mannschaft von Trainer Mike Terranova hat die ersten vier Spiele des neuen Jahres gewonnen. Ein Ausrufezeichen, um vielleicht doch noch in den vermeintlichen Dreikampf um den Aufstieg einzugreifen? Rechnerisch möglich ist das natürlich, aber dafür müssten Viktoria Köln und der BVB ordentlich patzen. Macht aber nichts - die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut. Vor allem Mittelfeldmann Alexander Scheelen strahlte nach dem Spiel bei der „Humba" mit den Fans über beide Ohren.

Es kann natürlich sein, dass der Ball im nächsten Spiel an der Eckfahne landet.
Alexander Scheelen

Der Mittelfeldmann ist generell eher für die Kunst des langen Balls bekannt, weniger für seine Eiseskälte vor dem Tor - schließlich stand bei ihm in der Statistik bisher erst ein Treffer zu Buche. Aber so ist das mit der Statistik: Am Ende sagt sie dann doch irgendwie nichts aus. Scheelen versenkte an diesem Tag zwei Distanzschüsse zum 1:0 und 3:0 (14. & 69. Minute) krachend im Tor. Der Doppeltorschütze ist auf Saisontreffer zwei und drei besonders stolz: „Ich habe die Dinger echt gut getroffen, ein Doppelpack kommt ja auch nicht alle Tage vor. Das ist vor allem gegen eine spielstarke Mannschaft wie Gladbach ein super Gefühl.“

Es sei beim ersten Tor vielleicht auch etwas Glück dabei gewesen, der Torwart habe den Ball erst spät gesehen. Scheelen lacht: „Es ist toll, dass der Ball gepasst hat. Aber bei so einem Schuss kann es natürlich auch sein, dass der Ball im nächsten Spiel an der Eckfahne landet.“

Der Oberhausener Sieg war nie gefährdet, auch wenn Gladbach offensiv bemüht blieb und in der 74. Spielminute durch Kraus noch den Anschlusstreffer erzielte. Der Doppeltorschütze sprach der Mannschaft ein Lob aus: „Wir waren gut in den Zweikämpfen drin, haben eine gute Ordnung gehabt, waren aggressiv. Eigentlich genau so, wie man gegen solche Zweitvertretungen spielen muss. Wir haben den Gladbachern den Schneid abgekauft.“ Der Sieg sei definitiv verdient gewesen.

Nächste Woche muss RWO bei Tabellenschlusslicht TSG Sprockhövel ran. Der Mittelfeldmann mit den neu entdeckten Torjäger-Qualitäten blickt zuversichtlich auf das Aufeinandertreffen: „Klar, die stehen ganz unten drin und brauchen Punkte, das wird schwierig für uns. Aber wir haben so eine Qualität in der Mannschaft - wenn wir diese Aufgabe so konzentriert angehen wie gegen Gladbach und die Wochen zuvor, dann fahren wir ganz klar mit drei Punkten nach Hause.“

Bei der derzeitigen Oberhausener Formstärke wäre das keine Überraschung.

Autor: Julian Tilders

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