Gegen die abstiegsbedrohte TSG Sprockhövel setzte sich die SG Wattenscheid 09 dank zweier Tore von Daniel Keita-Ruel am Ende verdient mit 2:0 (2:0) durch.

RL West

Keita-Ruels Doppelpack lässt Wattenscheid jubeln

25. März 2017, 17:31 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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Gegen die abstiegsbedrohte TSG Sprockhövel setzte sich die SG Wattenscheid 09 dank zweier Tore von Daniel Keita-Ruel am Ende verdient mit 2:0 (2:0) durch.

Vor 736 Zuschauern im Lohrheidestadion konnte die Mannschaft von Trainer Farat Toku den fünften Heimsieg in Serie feiern. Damit springt Wattenscheid in der Tabelle auf Platz sechs. Der 36-Jährige, dessen Vertrag in dieser Woche um zwei Jahre verlängert wurde, war nach dem Spiel überglücklich über die drei gewonnenen Punkte: „Sprockhövel hat in den letzten Wochen gute Spiele abgeliefert. Wir haben uns im Training darauf vorbereitet, wie wir eine Fünferkette knacken können. Das ist uns gut gelungen“, freut sich Toku.

Nach einer traurigen Vorstellung meiner Mannschaft geht der Sieg völlig verdient an Wattenscheid
Sprockhövel-Trainer Andrius Balaika

„Wir haben die Tore gut herausgespielt. Der Sieg war von der ersten Minute bis zum Ende hin hochverdient.“ Trotz aller Euphorie gab es für Toku auch einen Grund zur Kritik. „Das Einzige, was ich bemängeln muss, ist die zweite Halbzeit. Wir müssen die Torchancen besser ausspielen, aber für ein 4:0 oder 5:0 kriegt man auch nur drei Punkte. Das müssen wir in Zukunft dennoch besser machen“, moniert der Wattenscheid-Trainer.

Nach einem langsamen Abtasten beider Mannschaften zu Beginn der Partie übernahmen die Gastgeber mehr und mehr die Kontrolle und drängten die Gäste tief in die eigene Hälfte. [person=1675]Daniel Keita-Ruel[/person] sorgte mit seinen Treffern in der 24. und 40. Minute, jeweils nach Vorarbeit von [person=2100]Manuel Glowacz[/person], für den 2:0-Endstand. Der TSG Sprockhövel gelang im ganzen Spiel offensiv viel zu wenig. Aufgrund der vielen vergebenen Wattenscheider Torchancen in der zweiten Halbzeit können die Gäste am Ende noch froh sein, nur 0:2 verloren zu haben.

Balaika kritisiert seine Defensive

Das Fazit von Sprockhövel-Coach Andrius Balaika war logischerweise ernüchternd: „Nach einer traurigen Vorstellung meiner Mannschaft geht der Sieg völlig verdient an Wattenscheid. Das Spiel haben wir eigentlich schon in der ersten Halbzeit verloren“, so der 38-Jährige. Dabei kritisierte er vor allem die Art und Weise, wie seine Mannschaft die Gegentore kassiert hat: „Das ging zu viel zu einfach, bei beiden Gegentoren standen wir hinten ganz schlecht.“ In der zweiten Halbzeit sah der Trainer in der Offensive zwar gute Ansätze, die zuletzt starke Defensive der TSG war allerdings weiterhin zu anfällig: „Da haben wir noch das eine oder andere mal Glück gehabt“, gibt Balaika zu.

Ein gebrauchter Tag also für die TSG Sprockhövel, mit so einer Leistung wird der Klassenerhalt sicherlich schwer. Die SGW setzt den positiven Trend der letzten Wochen hingegen weiter fort.

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