Der MSV Duisburg fuhr beim Chemnitzer FC drei wichtige Punkte ein. Vor 6841 Zuschauern erkämpften sich die Zebras einen 3:2 (1:1)-Sieg und behaupten damit weiter die Tabellenführung.

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Duisburg macht großen Schritt in Richtung Aufstieg

25. März 2017, 16:13 Uhr
Foto: Imago

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Der MSV Duisburg fuhr beim Chemnitzer FC drei wichtige Punkte ein. Vor 6841 Zuschauern erkämpften sich die Zebras einen 3:2 (1:1)-Sieg und behaupten damit weiter die Tabellenführung.

"Das war die perfekte Fortführung unseres Erfolgs gegen Erfurt", freute sich Trainer Ilia Gruev. "Wir wollten unbedingt punkten, das haben wir getan. Und die Mannschaft hat wieder Moral gezeigt, wieder das Spiel gedreht. Wenn du drei Tore machst, dann gehst du auch verdient als Sieger vom Platz." Bis dahin war es aber ein weiter Weg. Der MSV legte allerdings nicht mit dem Selbstvertrauen los, das er nach dem letzten Sieg gegen Erfurt eigentlich hätte haben müssen. Etwas zurückhaltend, die nötige Körpersprache fehlte Gruevs Mannschaft. Der CFC legte hingegen knackig los, versuchte Druck aufzubauen, indem er die Bälle der Duisburger direkt zurückeroberte und Richtung MSV-Tor drängte. Bis auf eine Kopfballchance durch Tim Danneberg gleich in der Anfangsphase (6.) konnten die Gastgeber aber keine Gefahr entfachen.

20 Minuten lang kam von den Duisburgern gar nichts. Dass die MSV-Fans oberkörperfrei im Block feierten, hatte weniger damit zu tun, dass ihre Mannschaft auf dem Feld ein Feuerwerk abbrannte. Viel mehr genossen sie die Sonne, die zu diesem Zeitpunkt noch über Chemnitz schien. Diesen Elan übernahmen die Spieler dann auf dem Rasen: Ein Traumpass von Fabian Schnellhardt mit dem linken Außenrist auf Andreas Wiegel brachte nach 22 Minuten die erste Chance für Duisburg - und die 1:0-Führung, nachdem Wiegel den Ball schön an CFC-Keeper Kevin Kunz vorbei ins lange Eck geschoben hatte.

Von da an waren die Zebras besser im Spiel, strahlten die nötige Ruhe aus. Ruhig verhielten sich die Duisburger leider auch kurz vor der Halbzeitpause, bei einem Freistoß von Philipp Türpitz von der rechten Seite. Sie waren so passiv, dass der vermeintliche Torschütze Anton Fink überhaupt nichts machen musste, damit der Ball zum 1:1 im Tor landete. Mark Flekken war davon so überrascht, dass ihm der Ball in Zeitlupe durch die Beine kullerte. In der Pause stellte der Stadionsprecher deswegen auch klar, dass nicht Top-Torjäger Fink, sondern Freistoßschütze Türpitz für den Treffer, der zwar verdient, aber unnötig war, verantwortlich zeichnete.

In Halbzeit zwei machten die Duisburger dann engagiert weiter, versuchten die Spielkontrolle an sich zu ziehen. Das birgt natürlich auch Gefahren: Nach einer eigenen Ecke arbeiteten die Gäste nicht schnell genug wieder zurück, so dass Türpitz im Strafraum ganz frei war und den Nachschuss in die Maschen nagelte.

Doch dabei sollte es nicht bleiben. Zwei weitere Tore fielen wie aus dem Nichts. Diesmal aber wieder auf der anderen Seite. Zunächst behielt Simon Brandstetter im Eins-gegen-eins die Nerven, umkurvte Kunz, um dann ins leere Tor einzuschieben (67.). Dann war der eingewechselte Kingsley Onuegbu nach artistischer Vorarbeit von Tugrul Erat am langen Pfosten da und machte die 3:2-Führung für den MSV (73.).

CFC-Trainer Sven Köhler war ein bisschen sauer, dass seine Mannschaft die zwischenzeitlich Führung nicht verteidigen konnte. "Es reichen im Moment einfache Dinge aus, um uns auszuhebeln. Der MSV hat seine Möglichkeiten genutzt." Gruev hatte nach dem Spiel nur noch eines zu beanstanden, die beiden Gegentore. "Ich wünsche mir, dass wir ruhiger spielen. Wenn wir aber im Gegenzug drei Tore schießen, dann habe ich nichts dagegen" schob er hinterher und gab noch einmal einen Seitenhieb darauf, dass seine Offensive zuletzt viel kritisiert wurde. Auch diesmal trefen mit Brandstetter und Onuegbu wieder zwei Spieler der Abteilung Attacke.

Für den MSV Duisburg waren das wichtige drei Punkte im Aufstiegskampf. Denn erneut patzten die Verfolger, so dass die Meidericher ihre Führung in der Tabelle wieder ausbauen konnten. Und so konnten die Duisburger noch einmal klarstellen, dass in Sachen Aufstieg der Weg nur an den Zebras vorbeiführt.

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