Die SSVg Velbert tritt am Samstag beim Tabellenführer an. In der Hinrunde war es das Spitzenspiel. Nun ist der KFC Uerdingen Favorit.

KFC - Velbert

Gegensätze in der Grotenburg

Ulrich Tröster
25. März 2017, 12:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Die SSVg Velbert tritt am Samstag beim Tabellenführer an. In der Hinrunde war es das Spitzenspiel. Nun ist der KFC Uerdingen Favorit.

Der KFC Uerdingen empfängt die SSVg Velbert am Samstag (18 Uhr) in der Grotenburg zum Rückrunden-Spiel der Fußball-Oberliga: Ein Partie der krassen Gegensätze, sowohl was beide Mannschaften angeht, als auch den Vergleich zum Hinspiel. Als sich die Teams Mitte September zum Hinspiel in der Velberter Christopeit-Sport-Arena trafen, war die ganze Liga elektrisiert. Es war das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer SSVg und dem Tabellenzweiten.

Zudem kehrte KFC-Trainer Andre Pawlak zum ersten Mal in einer Pflichtpartie an seine alte Wirkungsstätte in Velbert zurück. Hier hatte er den Aufstieg in die Regionalliga geschafft, musste dann aber gehen, als die Velberter in der Rückrunde in den Abstiegsstrudel gerissen wurden.

Alles längst abgehakt, Pawlak hat zu den Velbertern ein gutes Verhältnis, viele aktuelle SSVg-Spieler haben ja noch unter seiner Regie gespielt. Von daher kann er ihre Qualität einschätzen. „Hoch“, findet er – und zum Zeitpunkte des ersten Aufeinandertreffens auf Augenhöhe mit seinem Team. Das Spiel bestätigte ihn, es endete mit einem gerechten 1:1. Zum Zeitpunkt des Rückspiels am heutigen Samstag um 18 Uhr im Grotenburg-Stadion haben die Velberter hingegen den KFC Uerdingen längst aus den Augen verloren, zumindest was den Kampf um die Spitze angeht.

Ab der zweiten Hälfte der Hinrunde begannen die Velberter Leistungen zu schwanken, während die Uerdinger immer stabiler wurden. Derzeit stehen sie souverän an der Tabellenspitze, haben sieben Punkte Vorsprung vor dem Zweiten SV Schonnebeck und nicht weniger als 15 Punkte Abstand zur SSVg Velbert, die auf Rang vier abgesackt ist.
Zudem trennen die Teams zwei völlig unterschiedliche Bilanzen: Die SSVg hat von den letzten sieben Spielen nur eines gewonnen — der KFC weist hingegen zehn Siege in Serie auf. Zuletzt gab es einen 2:0-Erfolg über Ratingen, mit dem gleichen Ergebnis hatte die SSVg eine Woche zuvor gegen Ratingen verloren, um dann eine 2:3-Heimniederlage gegen Meerbusch nachzulegen — das scheint alles furchtbar auszusehen, doch SSVg-Trainer Mircea Onisemiuc lässt sich davon nicht beeindrucken.

Der neue Velberter Linienchef freut sich sogar auf die Partie: „Sicher hat Uerdingen eine enorme Qualität. Es spricht für sich, was sie bisher in der Liga geschafft haben. Aber ich sehe keinen Grund, warum wir uns verstecken sollten.“

Er gehe in jedes Spiel, um zu gewinnen. Das gelte auch für diese schwierige Aufgabe: „Wir fahren nicht nach Krefeld, um nur zu gratulieren.“ Vielmehr wolle seine Elf hier ihr Ding durchziehen, den konstruktiven Stil. „Uerdingen will wie wir Fußball spielen. Das könnte uns sogar entgegenkommen.“ Zudem sah Onisemiuc sein Team beim 2:3 gegen gar nicht so schlecht. „Spielanlage und Moral haben gestimmt. Aber wir haben praktisch zwei Eigentore erzielt.“

Autor: Ulrich Tröster

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