Die Wattenscheider gingen nach der 0:1-Niederlage bei RW Oberhausen enttäuscht zu ihren mitgereisten Fans.

SGW 09

Tietz nach Last-Minute-Niederlage gefrustet

Timotheus Eimert
22. März 2017, 15:23 Uhr
Foto: Micha Korb

Foto: Micha Korb

Die Wattenscheider gingen nach der 0:1-Niederlage bei RW Oberhausen enttäuscht zu ihren mitgereisten Fans.

In der 90. Minute mussten sie den entscheidenden Gegentreffer hinnehmen. Matthias Tietz zeigte sich besonders deprimiert. Der Frust war ihm sichtlich ins Gesicht geschrieben. Der Mittelfeldspieler konnte seine Enttäuschung über die Niederlage kaum in Worte fassen: „Natürlich ist das bitter, wenn man kurz vor Schluss den entscheidenden Gegentreffer bekommt und das Spiel verliert. Ich bin enttäuscht. Für mich war es eigentlich ein typisches Unentschiedenspiel. Jetzt hat Oberhausen ein bisschen mehr Glück gehabt, den Treffer gemacht und damit gewonnen.“

In der Tat bot das Revierderby wenige Highlights. Auch Tietz teilt diese Einschätzung: „Wir waren nicht zwingend genug. Wir hatten zwar ein paar Schussmöglichkeiten, aber alles zu ungefährlich.“

Der gebürtige Pole macht ein unauffälliges Spiel im Mittelfeld der Schwarz-Weißen. Den 1:0-Siegtreffer der Oberhausener konnte er nicht verhindern. Er sah den Gegentreffer so: „Wir haben kurz vor dem 1:0 für Oberhausen die Chance, in der wir alleine auf das Tor laufen. Vielleicht müssen wir da auch mal quer spielen oder einfach mal abziehen. So laufen sie den Angriff ab und machen im Gegenzug das 1:0.“

Danach passierte bis auf eine unschöne Szene nichts mehr. Nach einem letzten Angriff der Wattenscheider, in der der SGW-Torwart [person=2109]Edin Sancaktar[/person] mit nach vorne gekommen war, stieg der Oberhausener [person=5109]Robert Fleßers[/person] auf den Fuß von Sancaktar. Dieser ließ sich das nicht gefallen und stieß den RWO-Kapitän energisch ins Tor. Dafür bekam er von Schiedsrichter Jörn Schäfer die Rote Karte. Fleßers kam unbestraft davon.

Durch die Niederlage rutscht Wattenscheid in der Tabelle von Platz sieben auf Platz acht. RWO ist damit vorbei gezogen. Für die nächsten Wochen kommt es für den 27-jährigen Tietz vor allem auf eine Sache an: „Ich glaube, dass Oberhausen uns gut zugestellt hat. Unsere Stärke ist der Spielaufbau und das haben wir nicht so gut hinbekommen. Das müssen wir einfach wieder in die Köpfe bekommen. Wir wissen, dass wir Fußball spielen können und das werden wir auch die nächsten Spiele wieder zeigen.“

Die nächste Möglichkeit zu punkten gibt es bereits am kommenden Samstag. Im Lohrheidestadion ist die TSG Sprockhövel zu Gast. Die Gäste stecken mitten im Abstiegskampf und wollen wichtige Punkte einsammeln. Aber auch Wattenscheid will zeigen, dass die Niederlage gegen Oberhausen sehr unglücklich zustande gekommen ist und die drei Punkte zu Hause behalten.

Autor: Timotheus Eimert

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