Lukas Podolski hat vor seinem Abschiedsspiel aus der Fußball-Nationalmannschaft seinen Weltmeisterkollegen Mario Götze und Kevin Großkreutz Mut gemacht.

Podolski

Er glaubt an Götze und nimmt Großkreutz in Schutz

Andreas Berten
21. März 2017, 09:53 Uhr
Foto: firo

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Lukas Podolski hat vor seinem Abschiedsspiel aus der Fußball-Nationalmannschaft seinen Weltmeisterkollegen Mario Götze und Kevin Großkreutz Mut gemacht.

Mit dem Klassiker gegen England und seinem 130. Länderspiel wird Lukas Podolskis Karriere in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD) zu Ende gehen. Neben dem Weltmeistertitel 2014 wird vom 31-Jährigen vor allem seine gute Laune in Erinnerung bleiben, seine lockere Art, Mitspieler zu erheitern und ihnen in manchen Situationen aufmunternde Worte zukommen zu lassen. Auch vor seinem Abschiedsspiel am Mittwoch in Dortmund nimmt sich Podolski dieser Rolle an – und spricht dabei über einen aktuellen und einen ehemaligen BVB-Profi.

Podolski, der noch bei Galatasaray Istanbul unter Vertrag steht und im Sommer zu Vissel Kobe in die japanische J-League wechseln wird, machte seinen beiden Weltmeister-Kollegen Mario Götze und Kevin Großkreutz Mut. „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass Mario wiederkommt“, sagte Podolski nun in einem Interview mit der Bild-Zeitung. Götze ist vor einigen Wochen wegen einer Stoffwechselstörung von den Schwarz-Gelben aus dem Training genommen worden und wird in dieser Spielzeit auch nicht mehr zum Einsatz kommen. Tiefer wollte Podolski bei Götze aber nicht gehen: „Seine Krankheit werde ich nicht öffentlich diskutieren. Mario ist nämlich ein feiner, guter Junge. Es ist ihm nur zu wünschen, dass er sich wieder heranarbeitet, so wie wir ihn kennen.“

Das Kölner Urgestein warb auch um Verständnis für Kevin Großkreutz, der durch seine privaten Verfehlungen bei einem Ausflug ins Stuttgarter Nachtleben negativ aufgefallen war und dessen Vertrag beim Zweitligisten VfB Stuttgart daraufhin aufgelöst wurde. Laut Podolski dürfe man aus dem Vorfall nicht mehr machen, als tatsächlich geschehen ist. „Wenn ich da alte Trainer und Experten höre: Ich möchte nicht wissen, was früher abgegangen ist“, so Podolski. „Daher nur mit dem Finger auf Kevin zu zeigen, ist falsch. Dass er Fehler gemacht hat, weiß er selber. Klar sind Fußballer Vorbilder, aber auch Menschen, da gehören halt auch Fehler dazu.“ Podolski hofft nun, dass Großkreutz auch nach der Trennung vom VfB Stuttgart eine Zukunft im Profifußball hat, auch wenn dieser erst einmal um Abstand bat und die Geschehnisse während eines Urlaubs mit der Familie aufklären wollte: „Man sollte ihn und die Entscheidung des Vereins respektieren. Aber der Fußball sollte Kevin die Türen weiter offen halten. Ich habe früher auch Fehler gemacht.“

Autor: Andreas Berten

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