Große Bühne für die SG Wattenscheid: Das Spiel am Dienstagabend in Oberhausen wird live im Fernsehen übertragen (Sport1, 18 Uhr).

Wattenscheid 09

Spieler und Trainer sind umworben

Felix Kannengießer
21. März 2017, 10:07 Uhr
Foto: RS-Foto

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Große Bühne für die SG Wattenscheid: Das Spiel am Dienstagabend in Oberhausen wird live im Fernsehen übertragen (Sport1, 18 Uhr).

Die einstigen Bundesliga-Clubs stehen damit mal wieder im Rampenlicht, 09-Trainer Farat Toku will das aber nicht zu hoch hängen: „Wenn jemand so etwas braucht, um gut zu spielen, dann stelle ich beim nächsten Mal eine Kamera neben dem Platz auf. Wir sind gut drauf und müssen so weitermachen wie zuletzt.“

Das scheint ein gutes Rezept zu sein, denn die SG 09 hat aus den ersten vier Spielen im neuen Jahr drei Siege geholt. Zuletzt gewann Wattenscheid 3:2 gegen Borussia Mönchengladbachs U23, die in der gesamten Saison bislang überhaupt nur drei Niederlagen einstecken musste. Mit einem Erfolg gegen die im neuen Jahr noch unbesiegten Oberhausener wäre die SG 09 wieder Fünfter. „Es ist ja schon Wahnsinn, dass wir über so etwas reden können. Aber es ist kein Zufall, sondern harte Arbeit“, sagt Toku, dessen Elf zwei Zähler vor Oberhausen steht. Dazu hat auch das Hinspiel beigetragen, in dem die Wattenscheider RWO mit 5:0 zerlegten. „Bei ihnen hat sich seitdem viel verändert. Das wird ein anderes Spiel“, ist sich Toku sicher: „Wir wollen uns nicht von Oberhausen beeindrucken lassen, sondern unseren Plan konsequent durchziehen.“

Besonders motiviert ist Daniel Neustädter, der gerade erst in der Winterpause von den Kleeblättern an die Lohrheide gewechselt ist. „Er ist extrem ehrgeizig und haut sich im Training voll rein“, erzählt Toku. Das hat dem 22-Jährigen zuletzt zwei Kurzeinsätze gebracht, gegen seinen Ex-Club hofft er auf mehr Spielzeit. Doch im Wattenscheider Kader wird es wieder etwas enger. Leistungsträger Manuel Glowacz kehrt zurück, auch Predrag Stevanovic ist einsatzbereit. Diesmal ist die Bank voll besetzt.

Spieler und Trainer sind umworben

Für die Tore soll Daniel Keita-Ruel sorgen, der es wie Teamkollege Glowacz auf neun Treffer bringt. Mittlerweile steht er bei einigen Klubs auf dem Zettel, unter anderem beim KFC Uerdingen und RW Essen. „Natürlich steht ein Stürmer im Fokus, wenn er Tore schießt“, sagt Toku dazu: „Spieler von uns wecken immer wieder Begehrlichkeiten. Sie wissen, was sie hier haben, das kann man mit Geld nicht immer kompensieren. Da gibt es genug Beispiele aus den vergangenen Jahren. Jeder muss das für sich selbst entscheiden.“

Toku selbst stand in der vergangenen Woche selbst im Fokus, wurde kurzzeitig als Co-Trainer in Bielefeld gehandelt. „Das ehrt einen, aber ich bin Trainer der SG Wattenscheid. Darauf konzentriere ich mich“, sagt Toku, der noch keine Tendenz hat, ob er im Sommer verlängert, um dann Sportlicher Leiter und Trainer in Personalunion zu sein: „Ich mache mir viele Gedanken. Ich habe hier etwas aufgebaut, das will ich nicht wegwerfen. Aber ich frage mich schon, was ich hier noch erreichen kann. Wir holen das Beste raus.“

Autor: Felix Kannengießer

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