Der FC Kray hat das Stadtderby gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen mit 0:3 verloren. Damit ist der Oberliga-Klassenerhalt so gut wie unmöglich.

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Pleite gegen ETB - Kray kann für Landesliga planen

Timotheus Eimert
19. März 2017, 19:58 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Der FC Kray hat das Stadtderby gegen den ETB Schwarz-Weiß Essen mit 0:3 verloren. Damit ist der Oberliga-Klassenerhalt so gut wie unmöglich.

Es war das Abstiegsduell an diesem Spieltag in der Oberliga Niederrhein. Im Stadtderby musste der ETB Schwarz-Weiß Essen an die Buderusstraße zum FC Kray reisen. Beide Mannschaften stecken mitten im Abstiegskampf und brauchten die Punkte. Am Ende konnte sich der Tabellenfünfzehnte deutlich mit 3:0 durchsetzen und sammelte damit wichtige Punkte für den Klassenerhalt. Für den Letzten der Tabelle, den FC Kray, ist dieser so gut wie unmöglich.

Der ETB startete gut in die Partie. Schon in der ersten Minute hatte [person=10148]Danny Walkenbach[/person] die Führung auf dem Fuß. Er scheiterte knapp an FCK-Torwart [person=1701]Johannes Focher[/person]. In der 13. Minute war es dann aber soweit. Nach einem Eckball kam der 22-jährige Walkenbach an der Strafraumkante an den Ball und schob ihn überlegt ins Tor.

Wenn fünf hundertprozentige Torchancen nicht reichen, dann brauchen wir vielleicht acht oder neun.
Christoph Klöpper

Nach der Führung kam lange nichts von den Gästen. Der FC Kray war gewillt den Rückstand wett zu machen und erspielte sich zahlreiche Torchancen. Besonders [person=23598]Ömer Erdogan[/person] hatte Möglichkeiten zum Ausgleich, konnte diese aber nicht nutzen. FCK-Trainer Christoph Klöpper sagte zu der Drangphase seiner Mannschaft: „Wir haben uns viele Torchancen erarbeitet, aber für den Ballbesitz, den wir hatten, zu wenige. Wenn fünf hundertprozentige Torchancen nicht reichen, dann brauchen wir vielleicht acht oder neun.“

Sein Gegenüber Manfred Wölpper kritisierte vor allem die Defensivarbeit seiner Mannschaft: „Wir haben gut angefangen und sind verdient in Führung gegangen. Ab der 25. Minute haben wir keinen Zugriff mehr gehabt und standen viel zu weit auseinander. Unsere Stürmer sind drauf gegangen, aber dahinter waren die Abstände zu groß. Man kann entweder abwartend spielen oder man kann drauf gehen. Wichtig dabei ist, dass eine der beiden Möglichkeiten umgesetzt wird. Es geht aber nicht, dass zwei Mann vorne angreifen und der Rest steht dahinter. Dann entstehen Löcher.“

In der zweiten Halbzeit hat die Wölpper-Elf die Forderungen des Trainers besser umgesetzt und konnte sich zahlreiche Möglichkeiten erarbeiten. Das 2:0 durch [person=6534]Deniz Hotoglu[/person] und das 3:0 durch [person=1525]Chamdin Said[/person] waren folgerichtig. Zum Ende hätte das Ergebnis noch deutlich höher ausfallen können. Dem FC Kray fehlen nach dem Spieltag zwölf Punkte auf das rettende Ufer. So langsam kann man an der Buderusstraße für die Landesliga planen. Für den Kray-Trainer gibt es nur noch eine Möglichkeit den Klassenerhalt zu schaffen: „Wir brauchen aus den restlichen zwölf Spielen noch neun Siege. Irgendwann werden wir so ein Spiel auch mal gewinnen.“

Der 59-jährige Wölpper war nach dem Spiel sehr glücklich: „Mir sind Steine vom Herzen gefallen. Wir trainieren schon seit Wochen gut und diesmal haben wir die PS auch auf den Platz bekommen.“

Autor: Timotheus Eimert

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