Vor der Auslosung des Champions-League-Viertelfinals haben sich die meisten Bayern- und Dortmund-Fans Leicester City oder den AS Monaco als Gegner gewünscht.

Monaco-Experte

"BVB sollte sich über das Los nicht freuen"

Krystian Wozniak
17. März 2017, 16:43 Uhr
Foto: firo

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Vor der Auslosung des Champions-League-Viertelfinals haben sich die meisten Bayern- und Dortmund-Fans Leicester City oder den AS Monaco als Gegner gewünscht.

Das sollen die vermeintlich leichtesten Lose im Topf der acht übrig gebliebenen Mannschaften sein. Während der FC Bayern letztendlich mit Real Madrid einen echten Kracher erwischte, hatte der BVB diesmal Glück. Zumindest auf den ersten Blick dürfte der AS Monaco schlagbar sein. Doch Andreas Wolf, der zweieinhalb Jahre für die Monegassen aktiv war, warnt Borussia Dortmund davor, Monaco auf die leichte Schulter zu nehmen.

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RevierSport sprach mit dem 34-jährigen Ex-Profi, der 190 Bundesligaspiele für den 1. FC Nürnberg und Werder Bremen absolvierte.

Andreas Wolf, viele Dortmunder haben nach dem Los AS Monaco aufgeatmet. Zu Recht?
Nein! Der AS Monaco ist eine sehr talentierte und offensivstarke Mannschaft. Ich denke, dass das Manchester City, das ja ähnlich wie der BVB als spielstark gilt, zu spüren bekommen hat. Der BVB sollte sich über das Los nicht freuen. Ich gehe von zwei engen Spielen aus.

Sie sagen es: City und Dortmund gelten als spielstark - ähnlich wie Monaco. War vielleicht die Borussia eine Art Wunschgegner für Monaco?
Ganz ehrlich: Im Viertelfinale der Champions League sollte man wirklich nicht von einem Wunschlos sprechen. Hier spielen keine Mannschaften, die zufällig unter die ersten Acht gekommen sind. Das sind alles echte Kaliber - auch Leicester City und der AS Monaco.

Was macht Monaco aktuell so stark?
Sie haben in der Liga über 80 Tore geschossen. Der Verein spielt sehr attraktiv, dynamisch und offensiv. Die Verantwortlichen haben es geschafft eine gute Mischung aus Erfahrung und Talent in den Kader zu bekommen. Vor allem die Offensive, angeführt von Radamel Falcao, kann sich sehen lassen. Das beweisen ja auch die acht Tore in zwei Spielen gegen Manchester City.

Der AS Monaco spielt im kleinen Stade Louis II., welches nur 18.500 Zuschauern Platz bietet. Könnte das gigantische Dortmunder Stadion die AS-Profis ein wenig beeindrucken?
Es ist sicherlich etwas außergewöhnliches in Dortmund zu spielen. Die Stimmung dort ist sensationell. Aber die Monaco-Spieler haben auch schon in so vielen Stadien gespielt, dass ich nicht glaube, dass sie sich von der Dortmunder Kulisse großartig beeindrucken lassen werden. Viel mehr könnte der BVB in Monaco so seine Eingewöhnungsprobleme bekommen. Das ist ein sehr kleines Stadion, in dem man in der Champions League sicherlich nicht oft spielt.

Wie lautet Ihr Tipp?
Natürlich würde ich mich freuen, wenn eine deutsche Mannschaft weiterkommt. Aber hier bin ich einfach Monaco-Fan und hoffe auf den Halbfinale-Einzug von AS!

Autor: Krystian Wozniak

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