Schalke steht im Viertelfinale der Europa League. Das entscheidende Tor für die Königsblauen beim 2:2 in Mönchengladbach erzielte Nabil Bentaleb.

Matchwinner Bentaleb

Schalkes Mister Cool vom Punkt

Thomas Tartemann
17. März 2017, 10:46 Uhr
Foto: Firo

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Schalke steht im Viertelfinale der Europa League. Das entscheidende Tor für die Königsblauen beim 2:2 in Mönchengladbach erzielte Nabil Bentaleb.

Cool und gelöst kam Nabil Bentaleb um kurz nach Mitternacht aus der Schalker Mannschaftskabine. Der Algerier schoss die Königsblauen durch sein Elfmetertor zum 2:2 ins Viertelfinale der Europa League. „Wie kann man auf diese Mannschaft nicht stolz sein“, fragte der Mittelfeldmann und bilanzierte: „Wir haben selbst beim 0:2-Rückstand zur Pause daran geglaubt, dass wir es noch schaffen können. Unsere harte Arbeit hat sich am Ende ausgezahlt. Wir sind alle super glücklich.“

Bentaleb räumt ein, dass nach dem Pausenpfiff „alle sehr enttäuscht waren“, aber dann ergriff Trainer Markus Weinzierl das Wort. Der Fußballlehrer wählte die richtigen Sätze, traf den Nerv seiner Profis, die wie verwandelt in die zweite Halbzeit powerten. „Wir haben uns alle gesagt, dass wir positiv bleiben, ein frühes Anschlusstor haben müssen. Und wir haben auch gesagt, dass wir Qualität haben“, so Bentaleb, der ein Kollektiv-Lob für seine Teamkollegen und sich aussprach: „Alle haben Riesen-Charakter gezeigt. Es war ein großer Abend.“

Dass Bentaleb vom Punkt die Nerven behielt und das Weiterkommen überhaupt möglich machte, war für ihn fast Nebensache. „Für mich“, sagte der ehemalige Spieler der Tottenham Hotspurs, „für mich war es ein einfaches Tor.“ Bentaleb meinte damit, dass sich bis auf Keeper Yann Sommer kein Gegner in den Weg stellen konnte. Nervenprobleme hat der Schalker Dampfmacher offenbar keine. Nach dem Weiterkommen steppte in der Kabine der Bär. Bentaleb dazu: „Ja, es war etwas lauter. Wir haben es genossen! Jetzt müssen wir regenerieren. Sonntag geht es in Mainz weiter.“

An diesem Freitag wird Schalke aber das internationale Geschäft zwangsläufig im Blick haben, wenn das Viertelfinale ausgelost wird. „Es gibt keine deutsche Mannschaft mehr als Gegner“, so Bentaleb mit einem Lachen. Einen Lieblingsgegner hat er nicht. „Alles, was jetzt noch an Teams in der Euro League dabei ist, ist stark.“

Autor: Thomas Tartemann

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