Ein Blick auf die Tabelle genügt und man sieht, in dieser 3. Liga kommt keine Langeweile auf.

Kampf gegen Regionalliga-Abstieg

Münsters Befreiungsschlag

Christian Brausch
14. März 2017, 20:54 Uhr
Foto: firo

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Ein Blick auf die Tabelle genügt und man sieht, in dieser 3. Liga kommt keine Langeweile auf.

Kein Team kann sich ausruhen, für jede Mannschaft kann es noch nach oben oder unten gehen. Auch an diesem Spieltag geht es in jedem der zehn Partien um etwas.

Zum Beispiel bei der Begegnung von Preußen Münster gegen den FSV Frankfurt. Abstiegskampf pur - der Siebzehnte gegen den Achtzehnten. Für die Preußen ging es darum, nach drei sieglosen Spielen in Serie wieder in die Erfolgsspur zu kommen. Nach den 90 Minuten steht fest. Der Plan ging auf - auch wenn erst sehr spät.

Denn die Mannschaft von Trainer Benno Möhlmann kam im Kellerduell gegen den Zweitliga-Absteiger aus Frankfurt zu einem 2:1 (1:1)-Erfolg. Tobias Rühle wurde mit seinem Traumtor in der 89. Minute zum gefeierten Helden.

Die Vorzeichen waren klar: Münster hatte 22 seiner 28 Zähler bisher zuhause eingefahren. Frankfurt feierte in der Fremde erst einen Sieg. Auf dem Platz sah man davon zunächst nichts. Bereits in der dritten Minute schockte der FSV die Hausherren durch das frühe 1:0 von Cagatay Kader. Mit dem ersten Angriff ging der Gast in Führung. Die Preußen agierten im Anschluss nervös und fahrig - die Konsequenz: Erste Pfiffe der Zuschauer schon nach etwa 20 Minuten. Zum Glück für Münster gab es wenig später einen Handelfmeter, den Mirkan Aydin zum 1:1 verwandelte (24.). In der Folge entwickelte sich eine offene Partie, ohne die ganz großen Chancen auf beiden Seiten. Dementsprechend ging es mit dem 1:1 in die Kabinen.

In der Pause wechselte Möhlmann aus. Für Adriano Grimaldi kam der kürzlich in die U19-Nationalmannschaft berufene Tobias Warschewski. Doch kein Team konnte sich entscheidend durchsetzen. Vor 5936 Zuschauern blieben große Chancen Mangelware. Die Leistungen bescheiden, man merkte beiden Teams an, dass sie sich im Abstiegskampf befinden. Je länger die Partie dauerte, desto mehr ließ das Niveau der Begegnung nach. Umso überraschender der Lucky Punch der Hausherren in der 89. Minute. Doch im Kampf gegen den Abstieg in die Regionalliga fragt da in zwei Wochen niemand mehr nach.

Durch den späten Sieg springen die Preußen in der Tabelle auf Platz 17, der FSV Frankfurt rutscht auf den ersten Abstiegsplatz.

Autor: Christian Brausch

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