Große Verwunderung beim Westfalen-Oberligisten Hammer SpVg. Es geht um die Äußerungen des ehemaligen Nationalspielers David Odonkor.

Hammer SpVg

Große Verwunderung über Odonkors Aussagen

13. März 2017, 21:40 Uhr
Foto: Matthias Graben

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Große Verwunderung beim Westfalen-Oberligisten Hammer SpVg. Es geht um die Äußerungen des ehemaligen Nationalspielers David Odonkor.

Erneut hat Ex-Nationalspieler David Odonkor mit Aussagen für Verwunderung bei der Hammer SpVg. gesorgt. Gegenüber dieser Redaktion erklärte der 33-Jährige, ihm sei als Sportlicher Leiter des Westfalen-Oberligisten fristlos gekündigt worden.

Richtig ist: Odonkor arbeitet nicht mehr für die HSV. Das bestätigte Hamms Sportchef Achim Hickmann auf Anfrage. Allerdings überrascht den Funktionär des Oberligisten, dass der ehemalige Profi von Borussia Dortmund die Öffentlichkeit über die Art und Weise informiert hat: „Das ist eine interne Angelegenheit zwischen der Hammer SpVg. und David Odonkor. Die sollte auch intern bleiben.“

Bereits Anfang März hatte der ehemalige Sportliche Leiter ohne Abstimmung mit den Vorstandsmitgliedern gegenüber verschiedenen Medien erklärt, dass er im Sommer zurücktreten werde. „Das hat uns sehr überrascht“, sagt Hickmann. Als Begründung für seine Entscheidung hatte Odonkor angegeben, dass er sich nicht in der Lage sehe, mit dem Etat, den ihm der Vorstand zur Verfügung gestellt hat, die kommende Saison zu planen. „Wer sagt, dass er sich das nicht zutraut, den kann ich die Planungen ja auch nicht übernehmen lassen“, erklärt Hickmann.

Zudem wundert sich der Sportchef über Odonkors Aussage, mit ihm sei nicht gesprochen worden. Denn bereits am 5. März, versichert Hickmann, habe es ein Gespräch zwischen ihm und dem ehemaligen Sportlichen Leiter gegeben. Darin sei unter anderem besprochen worden, wie mit der Situation fortan umzugehen sei. Daraufhin habe Hickmann dem ehemaligen Nationalspieler eine Bedenkzeit eingeräumt, nach der sich Odonkor äußern könne. Das habe er jedoch nicht getan. „Dass nicht mit ihm gesprochen wurde, ist falsch“, stellt Hickmann klar.

Odonkor hatte im Oktober 2015 als Sportlicher Leiter bei der Hammer SpVg. angeheuert. „Einige haben ihm damals die Fähigkeit, den Job machen zu können, abgesprochen. Er hat aber sportlich das Gegenteil bewiesen“, sagt Hickmann. Umso mehr bedauert der Sportchef, dass die Trennung zwischen der HSV und Odonkor so turbulent verläuft: „David hat zum überwiegenden Teil den Kader zusammengestellt und hatte großen Einfluss auf die Trainerwahl. Dadurch hat er seinen Teil zu dem aktuellen Erfolg beigetragen, wofür ich ihm dankbar bin.“

Hickmann selbst wird die Planungen für die kommende Saison gemeinsam mit Trainer Sven Hozjak fortführen. Der 35-Jährige verlängerte in der vergangenen Woche seinen im Sommer auslaufenden Vertrag um zwei Jahre bis 2019.

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