Karsten

Dortmund II - HSV II 3:1/ Bäron: "So nicht"

Schwarz-gelber Lerneffekt

tt
09. September 2007, 13:13 Uhr

Karsten "Air" Bäron, Trainer des HSV, war bedient. "So reicht es für uns nicht", stellte der ehemalige Stürmer nach dem 1:3 (0:1) bei Borussia Dortmund II fest, "wir haben die dritte Bundesliga als Ziel ausgegeben. Das können wir jetzt erst Mal zurückschrauben und uns darauf besinnen, wieder ordentlich Fußball zu spielen." Während der Leistungs-Zeiger bei den Norddeutschen nach unten zeigt, nehmen die Borussen etwas verspätet Fahrt auf.

Trainer Theo Schneider: "Wir haben jetzt die Position, die wir haben wollten. Der Kontakt zu den Qualifikations-Rängen ist da." Trotzdem herrschte bei den Schwarz-Gelben nicht nur eitel Sonnenschein, dafür fehlte die Cleverness in vielen Szenen vor dem gegnerischen Kasten, den HSV-Keeper Wolfgang Hesl durch zahlreiche Ausflüge mehrfach alleine ließ.

Schneider: "Wir haben drei, vier Hochkaräter ausgelassen. Wären sie verwertet worden, hätten wir uns eine Menge Nerven erspart. Beim Anschluss-Tor der Hamburger mussten wir wieder zittern. Durch so etwas kann man sich noch eine Menge kaputt machen, aber irgendwann muss auch das Glück wieder zurückkommen."
Perfekt war der zweite Dreier in Folge erst, nachdem sich Sebastian Hille doch darauf besann, eine seiner drei Riesen-Konter-Möglichkeiten ohne Schnörkel zu versenken (89.). "Das sind spielentscheidende Szenen", geht der Borussen-Linienchef ins Detail, "vor dem leeren Tor hätte Sebastian vorher egoistischer, abgeklärter sein müssen, anstatt quer zu legen." Ein Mal war Ricken überrascht (30.), später Öztekin (53.).

Unter dem Strich sparte Schneider nicht mit Lob: "Wir sind erst Donnerstag Morgen aus Cottbus zurückgekehrt, haben dort hohen Aufwand betrieben und jetzt den zweiten Kraftakt abgeliefert. Kompliment an die Jungs, sie haben sich zwei freie Tage verdient." Kapitän Uwe Hünemeier: "Wir sind ganz anders aufgetreten, als beim 1:4 gegen Werder. Daraus haben wir die Lehren gezogen. Mit sechs Punkten aus zwei Spielen sind wir voll im Soll." Positiv außerdem: Obwohl zwei Stürmer ausfielen, rappelte es drei Mal im HSV-Kasten. Christopher Nöthe stand erstmals in der Startelf, schoss das 1:0. Der Youngster lachend: "Ich habe gesehen, dass der Torwart ein bisschen weit draußen stand. Es ist ja nicht verboten, auch schon vor dem Strafraum abzuziehen."

Autor: tt

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