Guido Burgstaller war nach dem 3:0-Erfolg des FC Schalke 04 über den FC Augsburg der gefeierte Mann.

Choupo-Moting

Gespräche mit S04, Comeback für Kamerun

Andreas Ernst
13. März 2017, 12:20 Uhr
Foto: firo

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Guido Burgstaller war nach dem 3:0-Erfolg des FC Schalke 04 über den FC Augsburg der gefeierte Mann.

Eine schöne Geschichte: Ein Stürmer aus der 2. Bundesliga, der in dieser überhitzten Transfer-Zeit nur 1,5 Millionen Euro kostete, schießt Schalke aus der Krise. Doch sinnbildlich für das gegenwärtige Schalke steht ein anderer Spieler: Eric Maxim Choupo-Moting.

Der Offensivspieler erlebt gerade eine sportliche Achterbahnfahrt und steht vor einer ungewissen Zukunft - genau das trifft auch auf Schalke zu. Während Choupo-Moting vor einer Woche bei der 2:4-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach noch auf der Tribüne saß, stand er nun in der Startelf und überzeugte. Burgstallers Tor zum 2:0 legte er perfekt vor. In der 29. Minute spielte er Jonathan Schmid schwindelig, wie es im Schalker Kader nur er kann, und passte den Ball perfekt in die Mitte. "Nachdem Choupo mir so gut vorgelegt hat, musste ich nicht mehr viel falsch machen", lobte Burgstaller.

Choupo-Moting selbst kam nach dem Spiel entspannt in die Mixed Zone - als einer der letzten Schalker. Überraschend sei seine Ausbootung vor einer Woche für ihn gewesen, aber er müsse das respektieren, sagte Choupo-Moting höflich. Er bringt Schalkes Fans regelmäßig zur Verzweiflung. Nach Dribblings wie vor dem 2:0 würden sie ihm am liebsten einen unbefristeten Vertrag mit einem Millionen-Gehalt geben, nach vielen missglückten Einzelaktionen wünschen sie ihm ebenso häufig einen Stammplatz auf der Tribüne. "Choupo kann alles. Nur eben nicht immer. Ein Jammer. Aber wenn er drupp is, will man ihn im Team haben", twitterte zum Beispiel Schalke-Fan Torsten Wieland vom "Königsblog" während des Spiels.

Wo Choupo-Moting in der kommenden Saison spielt, ist noch offen. Sein Vertrag läuft aus. Alles läuft auf eine Trennung heraus, bisher wechselte er den Klub stets ablösefrei. Er gab sich ganz entspannt, verriet keine Tendenz. Er sagte lediglich, dass es bereits ein Gespräch seiner Berater mit Sportvorstand Christian Heidel gegeben habe. Mehr nicht.

Er selbst ist an den Verhandlungen nicht beteiligt - in der kommenden Länderspielpause hätte er sowieso keine Zeit. Denn er kehrt in das Nationalteam Kameruns zurück. Den Afrika-Cup im Januar hatte Choupo-Moting aus persönlichen Gründen abgesagt. Ohne ihn holte Kamerun überraschend den Titel und qualifizierte sich für den Confederations Cup im Sommer in Russland.

Für dieses Turnier wird Choupo-Moting nun getestet, wenn Kamerun auf Tunesien (24. März) und Guinea (28. März) trifft. Seine Landsleute sind noch skeptisch. Noch haben sie Choupo-Moting nicht verziehen, dass er so kurzfristig absagte, obwohl er nicht verletzt war.

Autor: Andreas Ernst

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