Im Kellerduell der Oberliga Niederrhein trennten sich ETB Schwarz-Weiß Essen und der SV Hönnepel-Niedermörmter mit 0:0-Unentschieden.

Krise hält an

ETB seit neun Oberliga-Spielen sieglos

Raubert Bauguitte
12. März 2017, 18:12 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Im Kellerduell der Oberliga Niederrhein trennten sich ETB Schwarz-Weiß Essen und der SV Hönnepel-Niedermörmter mit 0:0-Unentschieden.

Damit haben zwei Serien nach Abpfiff der Oberliga-Niederrhein-Partie auch weiterhin Bestand: ETB wartet nun bereits seit dem 30. April 2016 auf einen Heimsieg und der Gast aus Hönnepel-Niedermörmter bleibt unter Neu-Trainer Georg „Schorsch“ Mewes in 2017 weiterhin ungeschlagen.

In einem Spiel mit wenig Glanzpunkten ist die Geschichte der ersten Halbzeit schnell erzählt. Während sich der SV Hö.-Nie. zunächst auf Konterfußball mit langen Bällen beschränkte, suchten die gastgebenden Essener forsch den Weg nach vorne und probierten ihren offensiven Dreh- und Angelpunkt [person=3789]Athanasios Tsourakis[/person] ins Spiel zu bringen. Mehr als ein wuchtiger Lattenkopfball von [person=32349]Malek Fakhro[/person] (13.) und ein Fast-Eigentor von Hönnepels Verteidiger [person=4000]Nedzad Dragovic[/person], der seinen Keeper [person=4203]Martin Hauffe[/person] mit einer verunglückten Rückgabe überraschte (37.), brachte ETB dabei jedoch nicht zu Stande.

Auch nach dem Seitenwechsel bot sich den knapp 250 Zuschauern im Essener Uhlenkrugstadion ein ähnliches Bild. Während sich die Gastgeber Chance um Chance erspielten und diese teils kläglich vergaben, war der SV Hönnepel-Niedermörmter nur selten und wenn dann nur durch schnelle Konter gefährlich. Kurz vor Spielende hätte der Gast aus Kleve dann fast die Chance gehabt, noch einen glücklichen Auswärtsdreier einfahren. Doch dem eingewechselten [person=33728]Moritz Amler[/person] fehlten wenige Zentimeter zum Torerfolg (89.).

Punkteteilung für beide zu wenig

Am Ende mussten schließlich beide Trainer mit der Punkteteilung leben, die aber vor allem Hö.-Nies Coach Georg Mewes nicht viel weiterhelfen wird. „Wenn wir drei, vier Stück reinkriegen, brauchen wir uns eigentlich nicht beschweren. Wir haben dann zwar durchaus die Chance, den Spielverlauf auf den Kopf zu stellen, aber ich denke wir haben auch sehr viel Glück gehabt“, äußerte sich Mewes nach Spielende. Der Trainer hofft jedoch weiterhin auf ein Wunder: „Wir haben jetzt in der Rückrunde acht Punkte geholt, also schon mehr als in der gesamten Hinserie. Mit Schonnebeck folgt nun natürlich ein richtiger Brocken, aber auch da sind wir nicht komplett chancenlos und wollen unsere Serie fortsetzen.“

Sein Gegenüber ETB-Coach Manfred Wölpper pflichtete Mewes bei, konnte mit dem Punkt jedoch ebenfalls wenig anfangen, denn der ETB ist seit neun Spielen ohne Dreier: „Natürlich bin ich abgrundtief enttäuscht, das ist gar keine Frage. Ich bin aber weit davon entfernt der Mannschaft jetzt einen Vorwurf zu machen. Wir haben alles gegeben, in den Zweikämpfen gut nachgesetzt und hatten auch insgesamt mehr vom Spiel. Mit ein bisschen mehr Glück gehen wir dann auch in Führung.“

Der Coach hofft, die desolate Heimserie irgendwann zu beenden: „Wir tragen weiterhin eine schwere Last mit uns. Wer selber mal Fußball gespielt hat, kann sicher nachvollziehen wie schwer es ist, wenn du zuhause immer noch keinen Sieg eingefahren hast. Ich muss aber auch das Positive sehen: Wir haben jetzt drei Meisterschaftsspiele gehabt und dabei nur zwei Gegentore kassiert, eins davon war sogar ein Eigentor. Dort sehe ich bereits erste Vorschritte.“

Als Nächstes steht für den ETB SW Essen eine Auswärtsaufgabe an. Am Sonntag (15:00 Uhr) steigt das Derby beim FC Kray. Der SV Hönnepel-Niedermörmter empfängt parallel den Tabellenzweiten Spvg Schonnebeck.

Autor: Raubert Bauguitte

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