Die 1:2-Niederlage in Berlin ärgerte Schürrle nach Abpfiff gewaltig. Aus persönlicher Sicht sah er aber Grund zur Freude.

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Schürrle zwischen Ärger und Freude

Sebastian Weßling
11. März 2017, 21:20 Uhr
Foto: dpa

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Die 1:2-Niederlage in Berlin ärgerte Schürrle nach Abpfiff gewaltig. Aus persönlicher Sicht sah er aber Grund zur Freude.

André Schürrle, das war eine eher unnötige Niederlage heute, oder?
Wenn man die Chancen sieht und gerade die zweite Halbzeit, auf jeden Fall. Nach dem 1:1 hatten wir noch gute Möglichkeiten, waren am Drücker, hatten das Spiel komplett unter Kontrolle. Wir haben es leider verpasst, die Tore zu machen und dann einen Freistoß kassiert, der einfach top geschossen war. Das ist natürlich sehr ärgerlich für uns.

Die erste Halbzeit entsprach aber nicht dem, was Sie sich vorgenommen haben, oder?
Wir haben eigentlich ganz gut angefangen, mit einer Riesenchance für mich, die ich leider daneben setze. Das ist ärgerlich, denn es geht einfach ein bisschen leichter, wenn er reingeht. Nach dem 1:0 für Hertha haben wir uns schwergetan. Hertha kam gut in die Zweikämpfe rein wir haben die Räume nicht gut gefunden. Die zweite Halbzeit war trotzdem sehr gut. Wir waren frischer, auch frischer im Kopf. Wir hatten gute Möglichkeiten, leider haben wir das nicht in Punkte ummünzen können.

Wie haben Sie denn Ihre eigene Leistung gesehen?
Ich habe mich gut gefühlt, ich hatte viele Ballkontakte. Ich bin auf einem guten Niveau im Training und auch, wenn ich zuletzt eingewechselt wurde. Deswegen hat es mich gefreut, jetzt mal 80 Minuten wieder zu spielen. Das tut gut.

Fällt es denn schwer, geduldig zu bleiben, wenn man so oft nur auf der Bank sitzt?
Natürlich fällt es schwer. Trotzdem bin ich jemand, der das große Ganze sieht und weiß, wie er seine Rolle einzuordnen hat. Die Jungs, die in den letzten Wochen vorne gespielt haben, haben top gespielt. Ich bin eher die Alternative für Pierre-Emerick Aubameyang, wenn er rausgeht. Wenn der Trainer mich als Joker sieht, muss ich das akzeptieren und versuchen, die Chancen zu nutzen, die ich habe. Das habe ich in den letzten Wochen gut gemacht, wenn ich reingekommen bin, das hat mir auch der Trainer bestätigt.

Autor: Sebastian Weßling

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