Am 23. Oktober hat der SC Westfalia Herne letztmals zuhause gewonnen. Seit dem 1:0 gegen Holzwickede, das Fatmir Ferati per Elfmeter sicherstellte, hat die Knappmann-Elf nur drei von zwölf möglichen Heimzählern eingefahren.

Herne

Westfalia will in Neheim den Auswärtsvorteil nutzen

Wolfgang Volmer
11. März 2017, 08:27 Uhr

Am 23. Oktober hat der SC Westfalia Herne letztmals zuhause gewonnen. Seit dem 1:0 gegen Holzwickede, das Fatmir Ferati per Elfmeter sicherstellte, hat die Knappmann-Elf nur drei von zwölf möglichen Heimzählern eingefahren.

Dennoch führt sie mit sattem Vorsprung die Westfalenliga-Tabelle an. Warum? Weil sie auswärts fast alles abräumt und acht von neun Spielen gewonnen hat. Auswärtssieg Nummer neun soll an diesem Sonntag her, wenn der SCW um 15 Uhr im Arnsberger Binnerfeldstadion auf den SC Neheim trifft.

Natürlich treten wir an, um zu gewinnen
Christian Knappmann (Westfalia Herne)

Obwohl Neheim nur dank des besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz steht, hat Christian Knappmann höchsten Respekt vor den Gastgebern. „Das Spiel wird genauso schwer wie das gegen Iserlohn“, meint Hernes Trainer. „Von der individuellen Klasse her sind in der Liga sicher einige Teams besser aufgestellt. Aber mit Alex Bruchhage hat Neheim einen fachlich überragend guten Trainer, der die Mannschaft peu à peu zu einem ganz starken Kollektiv entwickelt hat.“

Diese Einschätzung hat Knappmann durch sein Videostudium gewonnen. „Neheim hat eine klare Spielidee, spielt sehr strukturiert gegen und mit dem Ball und ist bei Standards brutal gefährlich“, hat der SCW-Coach analysiert. „Die ersten drei Tore beim 5:0 gegen Lennestadt waren extrem gut rausgespielt, da waren klare Passmuster zu erkennen.“ Christian Knappmann sieht in den Neheimern jedenfalls keinen typischen Abstiegskandidaten und belegt das auch mit Zahlen. „Nicht umsonst ist Neheim mit neun Punkten hinter dem DSC Wanne-Eickel die zweitbeste Rückrundenmannschaft der Liga.“

Respekt vor dem Gegner ist das eine, Vertrauen in die eigene Klasse das andere. „Natürlich treten wir an, um zu gewinnen“, traut Knappmann seiner Mannschaft durchaus einen Dreier zu. Schließlich ist sein Kader so gut bestückt, dass die Ausfälle von Mützel (Rotsperre), Wassmann, Vespermann und Dejan Petrovic (alle verletzt) zu kompensieren sind, zumal Rieker und Streit wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen sind. „Auch Justin Klein und Marvin Gies haben überragend trainiert und sich für einen Einsatz in der Start-Elf empfohlen“, lobt Knappmann. Ein anderer junger Spieler ist für den SCW-Trainer erst mal gesetzt. „Radu Maldea hat es gegen Iserlohn richtig gut gemacht. Er hat es einfach verdient, wieder zu spielen.“
Ganz egal, wen Knappmann aufstellt, der Kunstrasen dürfte seinem technisch versierten Team entgegenkommen. Und diesen Auswärtsvorteil will der Spitzenreiter nutzen.

Autor: Wolfgang Volmer

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