Der letzte Eindruck zählt, und der wirkt bei Thomas Drotboom gar nicht so übel nach.

Jahn Hiesfeld

Drotboom muss die Abwehr umbauen

Gerard Dombrowski
11. März 2017, 08:37 Uhr

Der letzte Eindruck zählt, und der wirkt bei Thomas Drotboom gar nicht so übel nach.

Eine Halbzeit lang bekam Fußball-Oberligist TV Jahn Hiesfeld zum Start in die Restrunde bei der SSVg Velbert kein Bein auf den Boden und lag folgerichtig 0:3 zurück. Die verschlafenen 45 Minuten arbeitete der Trainer mit seinem Team am Dienstag im Rückblick auf, seine Hoffnung auf eine Änderung zum Guten im nächsten Spiel morgen beim TuS Meerbusch (15 Uhr) schöpft Drotboom aus dem, was er in der zweiten Hälfte sah: „Vom Kopf her ist es besser, wenn man nach einem 0:3-Rückstand noch einmal auf 2:3 herankommt, als wenn man nach einer 2:0-Führung verliert.“

Positive Energie ist wichtig vor dem Duell mit dem Drittletzten. Der TSV Meerbusch stürzte nach der 2:3-Niederlage in Hiesfeld im Hinspiel auf einen Abstiegsplatz, seitdem steckt die Elf im Keller fest. „Wenn Meerbusch nicht gewinnt, gehen dort langsam die Kerzen aus“, mutmaßt Thomas Drotboom, andererseits droht der TV Jahn bei einer Niederlage wieder mitten unten rein zu rutschen. Da kommen die neuerlichen Personalprobleme in der Verteidigung zur Unzeit: Nico Klaß hat seine Mandelentzündung nicht auskuriert, für ihn muss sich der Coach auf der linken Seite ebenso einen Ersatz einfallen lassen wie rechts für Erkut Ay, der in Velbert nach einer Viertelstunde im Rasen hängen blieb. Diagnose: Muskelfaserriss.

Ein Punkt ist das Mindestziel

Einen gesunden „gelernten“ Linksverteidiger gibt der Kader nicht mehr her, Dennis Wichert steht frühestens in zwei Wochen wieder zur Verfügung. Möglich, dass Kevin Kolberg einspringt, während auf der rechten Außenbahn Pascal Spors nach hinten rückt. Dort setzte Drotbooms Vorgänger „Schorsch“ Mewes in Notfällen auf den 26-Jährigen, alternativ wäre Raffael Schütz eine Option. Der ist aber eher in der Defensivzentrale zu Hause.
Egal für welche Variante sich der Trainer letztlich entscheidet, ein Punkt ist das Mindestziel auf der linken Rheinseite. „Wir müssen sofort aggressiv rangehen“, fordert der Trainer, bei einem guten Ausgang könnte das Polster zur gefährdeten Tabellenregion noch zusätzlich wachsen, da sich die Kellerkinder SV Hönnepel/Niedermörmter und ETB Schwarz-Weiß Essen im direkten Duell gegenüber stehen. „Bloß nicht verlieren“, heißt die Devise, „dann gehen wir mit ein bisschen Luft ins nächste Spiel gegen Düsseldorf-West“.

Autor: Gerard Dombrowski

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