Nach dem 1:1 (1:1) im Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League zwischen Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach hat die Elf vom Niederrhein jetzt die besseren Aussichten.

S04 - BMG

Schalke verpasst gute Ausgangslage

Thomas Tartemann
09. März 2017, 22:56 Uhr
Foto: Firo

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Nach dem 1:1 (1:1) im Achtelfinal-Hinspiel in der Europa League zwischen Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach hat die Elf vom Niederrhein jetzt die besseren Aussichten.

Im Rückspiel am kommenden Donnerstag reicht den Mönchengladbachern bereits ein 0:0, um ins Viertelfinale einzuziehen. Trotzdem ist der königsblaue Traum, 20 Jahre nach dem Gewinn des Uefa-Pokals wieder einen großen internationalen Coup zu feiern, noch nicht beendet. Schalkes Eurofighter Martin Max macht Mut: „Man kann auch in Mönchengladbach gewinnen!“ Dafür müssten Kapitän Benedikt Höwedes & Co. allerdings einen Sahnetag erwischen.

Schalkes Trainer Markus Weinzierl hatte sich nach dem 2:4-Bundesliga-Tiefschlag gegen die Mönchengladbacher viele Gedanken gemacht und kam zu dem Schluss, dass es mit der bisherigen Ausrichtung nicht funktionieren kann. Anstatt die seit Monaten praktizierte Dreier-Abwehr ins Rennen zu schicken, stellte der 42-Jährige auf Viererkette um. Sead Kolasinac übernahm die linke Außenbahn, Thilo Kehrer konzentrierte sich auf die rechte Seite. Innen verteidigten Benedikt Höwedes und Matija Nastasic. Für Holger Badstuber blieb nur der Platz auf der Bank. Dort fand sich etwas überraschend auch Nabil Bentaleb wieder, der zuletzt zu risikoreich agierte und seinen Platz an Johannes Geis abtreten musste. Geis und Benjamin Stambouli bildeten die Doppel-Sechs, um Mönchengladbachs Offensivdrang möglichst im Keim zu ersticken.

Schalke begann mit viel Schwung, kombinierte sich schon nach wenigen Sekunden an den Mönchengladbacher Strafraum. Der Schuss von Leon Goretzka war allerdings kein Problem für Borussen-Torwart Yann Sommer. Die Gäste setzten nach elf Minuten das erste Ausrufezeichen. Allerdings war S04-Schlussmann auf dem Posten und warf sich vor dem lauernden Tony Jantschke in die Hereingabe.

Dann passierte genau das, was nicht passieren sollte. Lars Stindl passte genau in die Schnittstelle der Schalker Defensive. Jonas Hofmann lief alleine auf Fährmann zu und traf zum Mönchengladbacher Führungstor (15.). Angetrieben vom unermüdlichen Leon Goretzka zeigte Schalke eine gute Reaktion. Goretzkas Pass verwertete Stürmer Guido Burgstaller zum 1:1 (26.). Neben Sead Kolasinac, dessen Solo nicht von Erfolg gekrönt war (28.), visierte Goretzka dreimal (30.,39.,41.) das Borussia-Tor an. Auch Johannes Geis war nah am Torerfolg, scheiterte aber mit seinem Freistoß aus 28 Metern an Yann Sommer (44.).

Nach dem Seitenwechsel griffen beide Teams, die im ersten Durchgang viel investiert hatten, etwas dosierter an. Benedikt Höwedes (61./Flugkopfball) hatte die erste große Chance für Schalke. Kurz darauf brannte es im königsblauen Strafraum, als Matija Nastasic in höchster Not ein Missverständnis zwischen Ralf Fährmann und dem in dieser Situation zu unbedarften Thilo Kehrer bereinigen konnte (64.).

Die Hausherren erhöhten anschließend den Druck und wurden zweimal nicht von Glücksgöttin Fortuna begünstigt. Erst rettete der Außenpfosten nach einem Schuss des eingewechselten Eric-Maxim Choupo-Moting (74.), ein paar Augenblicke später prallte ein Burgstaller-Versuch auf die Latte des Borussen-Kastens. Den Nachschuss von Daniel Caligiuri parierte der gut aufgelegte Yann Sommer (75.). Die Weinzierl-Elf mühte sich bis zum Schluss, kämpfte und rackerte – allerdings ohne das erhoffte 2:1 zu schaffen. Jetzt muss ein Sieg in Mönchengladbach her – oder ein hohes Unentschieden. Mit einem 2:2 wären die Schalker am nächsten Donnerstag weiter.

Autor: Thomas Tartemann

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