Der BVB hat das Viertelfinale der Champions League durch ein 4:0 gegen Benfica Lissabon erreicht. Hier die Noten der Dortmunder in der Übersicht.

BVB-Noten

Aubameyang-Gala, Pulisic glänzt als Reus-Ersatz

Martin Herms
08. März 2017, 22:36 Uhr
Foto: firo

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Der BVB hat das Viertelfinale der Champions League durch ein 4:0 gegen Benfica Lissabon erreicht. Hier die Noten der Dortmunder in der Übersicht.

Roman Bürki (3): Beim ersten Torschuss der Portugiesen durch Cervi auf dem Posten (22.). Auch bei Luisaos Kopfball sicher (31.). Wurde ansonsten gegen einen harmlosen Gegner nicht häufig geprüft.

Lukasz Piszczek (2-): Sein dicker Bock nach der Pause bescherte Benfica die erste dicke Möglichkeit (47.). Den Stockfehler bügelte der Pole selbst aus, indem er Cervis Schuss blockte. Diese Unsicherheit brachte ihn nicht aus dem Konzept. Das 2:0 von Pulisic bereitete er mit einem überragenden Pass vor.

Sokratis (3-): Der Abwehrchef strahlte bis zum Dortmunder Doppelschlag nicht die Souveränität aus, die man aus guten Tagen von ihm kennt. Es lag auch an ihm, dass der BVB im Spielaufbau lange zu hektisch agierte. In den Zweikämpfen war der Grieche hingegen gewohnt präsent.

Marc Bartra (2): Der Spanier hat beim BVB endlich zu seiner Form gefunden. Machte in der Dreierkette ein unaufgeregtes und fehlerfreies Spiel. Wenn er diese Form bestätigt, hilft er seiner defensiv zuletzt anfälligen Mannschaft enorm weiter. Hatte Pech, dass sein Kopfball nur am Pfosten landete (83.).

Julian Weigl (3-): Eine wechselhafte Vorstellung des Nationalspielers, der über weite Strecken nicht die gewohnte Ruhe ausstrahlte und einige Ballverluste zu verantworten hatte. Seine ganze Klasse bewies er dann aber bei seinem Flugball auf Schmelzer vor dem 3:0.

Gonzalo Castro (3): Sah nach einer halben Stunde für ein hartes Einsteigen mit gestrecktem Fuß Gelb. Der Freistoß nach seinem unnötigen Foul führte zu Luisaos Kopfballchance (31.). Ansonsten mit einer sicheren und leidenschaftlichen Leistung.

Erik Durm (2): Seine Aufgabe im rechten Mittelfeld löste er zufriedenstellend. Schaltete sich immer wieder wie von Tuchel gefordert ganz vorne ein und agierte auch in der Defensive ohne Fehl und Tadel. Glänzte beim 4:0 auch als Vorbereiter (85.). In dieser Verfassung gehört er auch in den nächsten Wochen zum Stammpersonal.

Christian Pulisic (2): Der 18-Jährige erhielt den Vorzug gegenüber Weltmeister Andre Schürrle und vertrat den verletzten Marco Reus. Wie schon nach seiner Einwechslung gegen Leverkusen unterstrich der Youngster, dass Tuchel mit seiner Entscheidung richtig lag. Bereitete das 1:0 durch Aubameyang per Kopfballverlängerung vor. Er kämpfte leidenschaftlich und belohnte sich mit seinem Zauber-Lupfer zum 2:0.

Ousmane Dembele (4): Immer wenn er den Turbo zündete, wurde es zu Beginn gefährlich. So auch in der 8. Minte, als er selbst abschloss und das Tor knapp verfehlte. Ließ bis zur Halbzeit genau wie seine Kollegen nach. Der Franzose brachte sich durch anhaltendes Lamentieren auch selbst aus dem Rhythmus. Von Schiedsrichter Martin Atkinson sah er dann zurecht die Gelbe Karte (38.). Sein kurz darauf folgendes Foul an Eliseu hätte man auch mit einem Platzverweis ahnden können. Auch seine Rückwärtsbewegung war ausbaufähig. Bürki faltete ihn dafür kurz nach der Pause kräftig zusammen (47.). Genie und Wahnsinn wechselten sich bei ihm häufig ab. Letzteres überwog an diesem Abend etwas.

Marcel Schmelzer (3+): Der Kapitän durfte wieder von Beginn an ran, nachdem er in den letzten beiden Bundesliga-Spielen die Bank drückte. Schmelzer interpretierte seine Rolle im linken Mittelfeld wie Durm auf der Gegenseite sehr offensiv. Immer wieder spekulierte er auf den hohen Diagonalpass aus dem Mittelfeld. Beim 3:0 kam er endlich an, sodass Schmelzer Aubameyang ähnlich wie beim 2:2 in Madrid mustergültig bedienen durfte.

Pierre-Emerick Aubameyang (1-): Im Hinspiel verballerte er gleich mehrere Hochkaräter und wurde so zur tragischen Figur. Nun traf er nach bereits vier Minuten mit seinem ersten Ballkontakt. Sein artistischer Fallrückzieher (49.) wäre einen Treffer wert gewesen, verfehlte das Tor aber knapp. Dem Gabuner war anzumerken, dass er Wiedergutmachung für das Hinspiel betreiben wollte. Übertrieb es vor dem 2:0 durch Pulisic mit dem Ehrgeiz, als er auf das Tor schoss statt den freistehenden Nebenmann zu bedienen (58.). Diese eigensinnige Aktion war kurz danach vergessen. Beim 3:0 stellte er einmal mehr unter Beweis, warum er zu den besten Stürmern der Welt zählt. Gegen seinen Antritt war kein Kraut gewachsen. Legte in der 85. auch das 4:0 nach und machte das Hinspiel damit endgültig vergessen.

Autor: Martin Herms

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