Der Spaß hielt sich am vergangenen Sonntag für die Kreisliga-A-Kicker des VfvB Ruhrort/Laar in Grenzen.

2,16 Millionen Euro

Geschenk an 7 Duisburger Nordvereine

Dirk Retzlaff
09. März 2017, 10:00 Uhr
Foto: firo

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Der Spaß hielt sich am vergangenen Sonntag für die Kreisliga-A-Kicker des VfvB Ruhrort/Laar in Grenzen.

Sie verloren gegen Gelb-Weiß Hamborn mit 0:2. Und bei unwirtlichen Wetterbedingungen sorgt ein Match auf Matsch und Asche für zusätzliches Unbehagen. Zumindest das wird an der Ahrstraße künftig anders sein. Der Verein erhält einen Kunstrasenplatz. Das Geld kommt aus Berlin. Der Haushaltsausschuss des Bundestages beschloss gestern vier Duisburger Sportanlagen mit 2,16 Millionen Euro zu bezuschussen.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Mahmut Özdemir schrieb den Beschluss auch auf seine Fahne. „Ich freue mich, einen Beitrag leisten zu können, der die exzellente strategische Planung von Duisburg-Sport unterstützt. Insofern ist es eine tolle Nachricht, dass der Haushaltsausschuss auf mein Geheiß so umfangreich Duisburger Projekte bei der Mittelvergabe berücksichtigt hat.“

Die Gelder aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ fließen in die Sportanlagen Talbahnstraßen, Am Rönsbergshof, Ahrstraße und Im Holtkamp. Neben allgemeinen Sanierungsarbeiten sollen auf den Anlagen neue Kunstrasenplätze entstehen. Die Stadt Duisburg muss einen Eigenanteil von zehn Prozent stemmen. Davon profitieren laut Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten die Vereine VfvB Ruhrort/Laar, TSV 1920 Bruckhausen., Viktoria Beeck , DJK Lösort Meiderich, SV Laar 21, 1. FC Hagenshof und Hamborn 07. Damit werden engere Kooperationen der Vereine einher gehen. Dieses Unterfangen scheiterte zuletzt bei den Laarer Vereinen an der mangelnden Qualität der Platzanlagen.

16 Nationen in Buchholz am Ball

Im Duisburger Norden dürfte die Nachricht aus Berlin für Jubel sorgen, im Süden der Stadt wird sich die Freude in Grenzen halten. Bei der Ausschüttung von öffentlichen Mitteln blieb der Süden zuletzt außen vor. Über einen Kunstrasen verfügt lediglich die TuS Mündelheim. Darauf verweist auch Joachim Mrozek, Jugendleiter von Viktoria Buchholz: „Ich freue mich für jeden Verein in der Stadt, der einen Kunstrasen erhält. Aber es ist schon merkwürdig und unverständlich, dass die Nordvereine immer den Zuschlag erhalten.“ Mrozek verweist auf die eigene Integrationsarbeit: „Wir haben 240 Mitglieder aus 16 Nationen. Und wir integrieren auch Flüchtlinge in unseren Verein.“

Autor: Dirk Retzlaff

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