Das Halbfinale des Niederrheinpokals wurde am Mittwochnachmittag ausgelost. Die Verantwortlichen freuen sich auf zwei Knallerspiele.

Niederrheinpokal

RWE hofft auf große Unterstützung in Wuppertal

Martin Herms
09. März 2017, 08:04 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

Foto: Thorsten Tillmann

Das Halbfinale des Niederrheinpokals wurde am Mittwochnachmittag ausgelost. Die Verantwortlichen freuen sich auf zwei Knallerspiele.

Dass es in der Runde der letzten vier Teams nicht langweilig werden würde, war aber schon im Vorfeld abzusehen. Denn im Lostopf des DERWESTEN.de-Niederrheinpokals schlummerten nur noch die Topfavoriten des Wettbewerbs.

Den dicksten Brocken zog Regionalligist Rot-Weiß Oberhausen. Die Kleeblätter empfangen den Drittliga-Spitzenreiter MSV Duisburg. Nach RS-Infos soll das Derby gegen die Zebras am 18. oder 19. April im Stadion Niederrhein. "Das sind die angedachten Termine. Fix ist das aber noch nicht", sagt RWO-Vorstand Thorsten Binder auf Nachfrage dieser Redaktion.

Diese Konstellation hat es im Niederrheinpokal bereits vor zwei Jahren gegeben. Damals behielt der Viertligist gegen den späteren Aufsteiger MSV überraschend mit 2:0 die Oberhand. Die Oberhausener wollen sich auch dieses Mal nicht verstecken. "Es ist das sportlich schwerste Los. Aber wer ins Finale kommen will, muss auch den MSV schlagen", betont Binder. "Wir werden eine volle Hütte haben. Aufgrund unserer Baustelle wird es eine neue Umgebung für die Duisburger."

MSV-Pressesprecher Martin Haltermann erinnert sich noch gut an die Niederlage in Oberhausen. Der Favorit brennt auf Wiedergutmachung: "Das letzte Halbfinale in Oberhausen haben wir mit 2:0 verloren. Anschließend sind wir aber aufgestiegen. In diesem Jahr wollen wir beides hinkriegen: aufsteigen und in Oberhausen gewinnen. Wir nehmen die Favoritenrolle an. Unser Trainer Ilia Gruev hat in der Vorwoche nochmal betont, dass wir den Pokal gewinnen wollen."

Wir werden alles mobilisieren und hoffen auf ein volles Stadion. Es ist ein Duell auf Augenhöhe, auf das wir uns sehr freuen.
WSV-Manager Manuel Bölstler

Für Haltermann hat das Los RWO einen besonderen Reiz: "Dass es Rot-Weiß Oberhausen geworden ist, macht die Sache aber noch etwas prickelnder. Es ist ein Nachbarschaftsduell, zu dem viele Fans von uns mit dem Fahrrad kommen können. Wir haben noch etwas gut zu machen."

Im anderen Halbfinale kommt es zur Neuauflage des letztjährigen Endspiels, das Rot-Weiss Essen mit 3:0 gegen den Wuppertaler SV gewann. Nun treffen die Ligarivalen erneut aufeinander - voraussichtlich am 28. März. Dieses Mal wird allerdings im Zoo-Stadion gespielt. Ganz zur Freude von WSV-Sportchef Manuel Bölstler: "Wir sind sehr froh darüber, dass wir ein Heimspiel haben. Dass es Rot-Weiss Essen geworden ist, ist umso schöner. Wir werden alles mobilisieren und hoffen auf ein volles Stadion. Es ist ein Duell auf Augenhöhe, auf das wir uns sehr freuen."

Bei Titelverteidiger Rot-Weiss Essen löste die Paarung keine Jubelstürme aus. RWE-Funktionär Damian Jamro nimmt vor dem Auswärtsspiel im Bergischen Land die Fans in die Pflicht: "Wir haben uns ein Heimspiel gewünscht. Jetzt müssen wir es so hinnehmen. Wir fahren nach Wuppertal und werden alles dafür geben, um das Finale zu erreichen. Es steht einiges auf dem Spiel. Sollte der MSV ins Finale einziehen, ist der Gewinner des Spiels wohl für den DFB-Pokal qualifiziert. Deshalb gehe ich davon aus, dass uns viele RWE-Fans in Wuppertal unterstützen werden."

Autor: Martin Herms

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