Der Start ins Meisterschaftsjahr 2017 verlief für den Fußball-Landesligisten SF Niederwenigern nicht nach Wunsch.

Niederwenigern

Pleite gegen Letzten - Margref behält die Ruhe

Heiner Wilms
08. März 2017, 07:07 Uhr
Foto: Michael Ketzer

Foto: Michael Ketzer

Der Start ins Meisterschaftsjahr 2017 verlief für den Fußball-Landesligisten SF Niederwenigern nicht nach Wunsch.

Die Schwarz-Gelben verloren beim Tabellenletzten PSV Wesel-Lackhausen mit 0:2. Natürlich waren die Wennischen nach diesem Spiel enttäuscht, doch überraschend ist dieses Ergebnis nur auf den ersten Blick.

Denn Wesel-Lackhausen war zuletzt auf eigenem Platz enorm stark. Vier der bisher fünf Saisonsiege wurden vor heimischer Kulisse eingefahren. Und diese vier Siege kamen in den letzten sechs Heimspielen zustande. Ein Vorteil für den Tabellenletzten waren im Spiel gegen Niederwenigern sicherlich auch die Platzverhältnisse. Denn die waren auf einem völlig durchgeweichten Naturrasen bei starkem Wind extrem schlecht. Und solche Bedingungen wischen den Vorteil für eine technisch bessere Mannschaft, die die Sportfreunde Niederwenigern ja wohl sind, schnell weg.

Auch der Spielverlauf war aus Sicht der Schwarz-Gelben sicherlich unglücklich. So verloren sie Fabian Feldmann durch eine Verletzung und später auch noch Niklas Lümmer durch einen Platzverweis. „Damit sind zwei zentrale Spieler ausgefallen. Zudem zwei Spieler, die auf dem Platz auch einmal Anweisungen geben“, sagt SFN-Trainer Jürgen Margref, der aber weiterhin entspannt bleibt. Damit ist der ehemalige Profi, der die Sportfreunde bereits seit 13 Jahren trainiert und von der Kreisliga A bis in die Landesliga führte, in der Vergangenheit ja auch immer gut gefahren. Und Margref wird den Sportfreunden auch erhalten bleiben.

„Wenn wir die Klasse halten und man mich nicht davonjagt, dann mache ich weiter“, sagt der Trainer, der aber auch hinzufügt, dass man sich im Falle eines Abstiegs sicherlich noch einmal unterhalten werde.
Doch einen Abstieg schließt Margref eigentlich aus. Allerdings geht er auch davon aus, dass der Kampf um den Klassenerhalt womöglich bis zum letzten Spieltag dauert. „Dann bleibt es wenigstens spannend. Wenn man in der Rückrunde nur noch im Mittelfeld herumdümpelt, dann ist das ja auch nicht so toll“, sagt der Trainer mit einem Lachen.

Die Sportfreunde schauen in dieser Saison also wieder nach unten. Auf Dauer müsse das aber nicht so bleiben, wagt Jürgen Margref einen Blick in die Zukunft. „Eine Liga müsste hier eigentlich noch gehen“, so der Trainer. „Wir sind ja schon in der sechsthöchsten Liga, nach der Reduzierung der Staffeln ist die Landesliga ja jetzt im Prinzip eine Niederrhein-Verbandsliga. Und für einen Verein, der sich in erster Linie auf die Spieler aus der eigenen Jugend stützt, würde sich in der höheren Liga ja gar nicht so viel ändern. Die Fahrten wären nicht weiter, und der Etat auch nicht höher. Aber all das ist natürlich Zukunftsmusik. Jetzt müssen wir erst einmal die Klasse sichern. Und das wird schwierig genug.“

Halt auch deshalb, weil die Sportfreunde am Sonntag gegen Wesel-Lackhausen leer ausgingen. Viel passiert ist allerdings nicht, weil auch der Großteil der Konkurrenz verloren hat. Die Chance, sich ein bisschen abzusetzen, haben die Sportfreunde allerdings verpasst.

Autor: Heiner Wilms

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