Schalke II unter Druck: Jürgen Lugingers Elf muss am Samstag gegen den SC Wiedenbrück unbedingt gewinnen, um das Ruder im Abstiegskampf der Regionalliga noch herumzureißen.

Schalke II

Abstiegskampf - Gegen Wiedenbrück muss Sieg her

Julian Tilders
07. März 2017, 14:11 Uhr
Foto: Neumann

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Schalke II unter Druck: Jürgen Lugingers Elf muss am Samstag gegen den SC Wiedenbrück unbedingt gewinnen, um das Ruder im Abstiegskampf der Regionalliga noch herumzureißen.

Beim FC Schalke 04 gibt es momentan Baustellen an allen Ecken und Enden. Neben den Profis droht auch die U23 an Boden zu verlieren. Spätestens nach der deprimierenden 0:1-Niederlage gegen Tabellenschlusslicht Sprockhövel schrillen bei den Knappen die Alarmglocken. Die Gefahr, den Klassenerhalt nicht zu schaffen, wird realer. Auf Platz 14 – dem rettenden Ufer – steht momentan noch Fortuna Düsseldorf, allerdings sind die Landeshauptstädter den Schalkern lediglich drei Punkte voraus und noch lange nicht auf der sicheren Seite. Die Hoffnung im Lager der Königsblauen lebt. Am Wochenende gastiert mit dem Tabellendreizehnten SC Wiedenbrück ein direkter Konkurrent im Kampf gegen den Abstieg bei den Gelsenkirchenern. Es ist klar: Ein Big Point muss her.

Trainer Luginger und sein Team haben die Lehren aus dem Spiel gegen Sprockhövel gezogen: „Wir haben das Spiel aufgearbeitet und analysiert und müssen uns jetzt auf Wiedenbrück konzentrieren, die eine erfahrene Defensive haben und schwierig zu bespielen sind.“ Das Ergebnis von Lugingers Analyse ist das Manko der Chancenverwertung. Ein wichtiges Thema, schließlich stellen die Knappen zusammen mit Sprockhövel bei nur 19 erzielten Toren die schwächste Offensive der Liga. Luginger betont: „Immerhin spielen wir uns so viele Chancen heraus, wie auch letzte Woche. Das ist schon mal positiv – aber wir müssen diese klaren Möglichkeiten auch unbedingt nutzen!“ Das Hinspiel macht Mut: Schalke zwang Wiedenbrück auswärts mit 2:1 in die Knie und fuhr drei wichtige Punkte ein.

Es würde unserem Spiel sehr gut tun, mal in Führung zu gehen.
Jürgen Luginger

Aber der S04-Trainer schaut nach vorne. „Wir müssen gegen Wiedenbrück vor allem clever spielen und Druck machen. Wir brauchen und wollen den Dreier.“ Gegen einen Gegner, der am letzten Spieltag immerhin dem Spitzenteam BVB II ein 1:1 abgerungen hat. Auch Schalke spielte vor drei Wochen Unentschieden (0:0) gegen Dortmund II, ein Lebenszeichen der Gelsenkirchener. Die Marschroute für Lugingers Truppe gegen Wiedenbrück steht: „Es würde unserem Spiel sehr gut tun, mal in Führung zu gehen.“

Dass Fortuna Düsseldorf gleichzeitig gegen den Vorletzten Rot Weiss Ahlen ran muss, interessiert auf Schalke niemanden. Auf einen Ausrutscher anderer Vereine wartet Luginger nicht: „Wir gucken auf uns, alles andere hat mit unserem Spiel nichts zu tun.“

Autor: Julian Tilders

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