Der 1920 Oberhausen steht in der Kreisliga A Oberhausen-Bottrop einsam an der Spitze. Trainer Ümit Ertural fordert auch weiterhin ein diszipliniertes Auftreten.

SC 1920 Oberhausen

Sektflaschen stehen noch nicht bereit

Lukas Draeger
06. März 2017, 19:01 Uhr

Der 1920 Oberhausen steht in der Kreisliga A Oberhausen-Bottrop einsam an der Spitze. Trainer Ümit Ertural fordert auch weiterhin ein diszipliniertes Auftreten.

17 Siege aus 18 Spielen, 51 Punkte auf dem Konto und die beste Offensive der Liga sprechen für sich. Dazu kassierte der SC 1920 die wenigsten Gegentore der gesamten Liga. "Bis jetzt ist es eine grandiose Saison für uns, die wir am Ende auch hoffentlich mit dem Gewinn der Meisterschaft krönen", sagt 1920-Trainer Ümit Ertural. „Noch sind wir aber nicht am Ziel der Ziele angekommen.“ Unglaublich stolz sei der 32-jährige Ex-Profi aber natürlich dennoch.

Wenn ein Team aus 18 Spielen 17 Siege holt, spricht das für die Qualität und die Disziplin des eigenen Kaders. „Wir haben uns im Sommer gezielt verstärkt. Zu den Verstärkungen zählen auch Spieler, die bereits höherklassig gespielt haben. Zu Saisonbeginn haben wir uns eingeschworen, oben mitzuspielen. Das hat bis jetzt ganz gut geklappt“, blickt Ertural zurück.

Besonders eindrucksvoll ist die Torausbeute des Tabellenführers: Die 1920-Abwehr schluckte lediglich 24 Gegentore. Mit 97 Treffern stellen die Oberhausener darüber hinaus die beste Offensive der Liga. Naheliegend ist es, dass bereits im Heimspiel gegen Glück-Auf-Sterkrade in der kommenden Woche die Torerfolge 98, 99 und 100 auf dem 1920-Konto verbucht werden. Bisher hätten die Blau-Gelben noch nicht geplant, ob der Torschütze des 100. Treffers „einen ausgeben“ muss. „Das werde ich beim Training in dieser Woche wohl ansprechen müssen. Wir werden uns, wenn es soweit ist, bestimmt einen schönen Abend machen - auf Kosten des Torschützen, versteht sich“, zeigt sich Ertural sicher. Doch, die vielen Tore kämen nicht von ungefähr: „Im Spiel nach vorne hatten wir schon immer viel Qualität. Entscheidend ist, dass wir uns in der Defensive verbessert haben. Einige unserer insgesamt 24 Gegentore hätten wir sogar durchaus vermeiden können“, weiß Ertural.

Die Sektflaschen für die Aufsteigsfeier seien am Knappenmarkt aber noch nicht bereitgestellt. „Wir fokussieren uns immer wieder neu und blicken von Spiel zu Spiel. Darüber hinaus möchten wir gerne im Pokal noch in die nächste Runde einziehen.“ Zwischenzeitlich waren die Oberhausener im Zeitraum vom 21. August bis zum 21. Oktober ungeschlagen. Die Serie von zehn Siegen in Folge möchte die Ertural-Elf erneut erreichen und darüber hinaus weiter ausbauen. Aktuell verbuchen sie sieben Erfolge am Stück. Wann aber letztendlich die (Sekt-)Korken in Oberhausen knallen, dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein.

Autor: Lukas Draeger

Mehr zum Thema

Kommentieren