Nach der 0:4-Niederlage in der Regionalliga West beim Bonner SC ist Alemannia Aachen in der Tabelle auf den siebten Platz abgerutscht.

Alemannia Aachen

Zukunft des Vereins unklar, Trainer geht im Sommer

Christian Brausch
06. März 2017, 17:20 Uhr
Foto: Micha Korb

Foto: Micha Korb

Nach der 0:4-Niederlage in der Regionalliga West beim Bonner SC ist Alemannia Aachen in der Tabelle auf den siebten Platz abgerutscht.

Nach zuvor zwei Siegen war es ein herber Rückschlag im Kampf um die vorderen Plätze in Liga vier. Zwei Punkte sind es nur auf Rang vier, sportlich läuft es zufriedenstellend - trotzdem gab es am Montag eine Entscheidung, was die Zukunftsplanungen der Aachener angeht.

Denn Trainer Fuat Kilic gab bekannt, dass er seinen auslaufenden Vertrag im Sommer nicht verlängern wird. Insgesamt anderthalb Jahre war Kilic für den Traditionsverein tätig. Auf der Homepage der Aachener betonte der 43-Jährige: "Die Entscheidung ist mir sehr schwer gefallen, weil ich den Verein lieben gelernt habe. Für mich ist es immer wichtig, das mir entgegengebrachte Vertrauen durch meine tägliche Arbeit zu rechtfertigen und der Hoffnung, die in meine Person gesteckt wird, zu genügen. In der momentanen Situation des Vereins sehe ich perspektivisch nicht die Möglichkeit, diesem Anspruch in der nächsten Saison und darüber hinaus gerecht werden zu können. Daher werde ich nach meinem Vertragsende im Sommer unter diesen Voraussetzungen nicht mehr als Trainer der Alemannia zur Verfügung stehen."

Hintergrund: Die Zukunft der Alemannia ist weiter völlig offen, nach aktuellem Stand droht eine Halbierung des Etats, wenn kein Investor gefunden wird. Die meisten Spielerverträge laufen aus. In gemeinsamen Verhandlungen konnte der Aufsichtsrat Kilic offenbar nicht erläutern, wie der ehemalige Bundesligist ambitioniert in die neue Saison gehen kann. Nach Infos der Aachener Nachrichten entscheidet sich der Einstieg eines möglichen Investors nicht vor Mai. Zu spät, um seriös planen zu können.

Daher blieb Kilic nur die Option, den Verein im Sommer zu verlassen: "Ich danke allen Verantwortlichen für das mir entgegengebrachte Vertrauen und die stets offene Zusammenarbeit. Diesem fantastischen Verein wünsche ich in Zukunft eine stabile wirtschaftliche Basis, weil diese einzigartigen Fans höherklassigen Fußball verdienen.“

Autor: Christian Brausch

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