Für den BVB gab es nach dem fulminanten 6:2-Sieg gegen Bayer Leverkusen einen großen Wermutstropfen. Bei Marco Reus besteht der Verdacht auf Muskelfaserriss.

BVB

Reus fällt gegen Lissabon aus

Daniel Berg
04. März 2017, 20:26 Uhr
Foto: Firo

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Für den BVB gab es nach dem fulminanten 6:2-Sieg gegen Bayer Leverkusen einen großen Wermutstropfen. Bei Marco Reus besteht der Verdacht auf Muskelfaserriss.

Eigentlich gebührte Marco Reus in dieser Szene ein Lob. Obwohl er von Bayer Leverkusens Verteidiger Tin Jedvaj hart bedrängt wurde, hielt sich der Nationalspieler von Borussia Dortmund auf den Beinen, trachtete nach dem Torabschluss. Marc Bartra hatte Reus auf die Reise geschickt und der Offensivkönner schaffte es unter Aufbringung aller Kräfte, weiter Richtung Tor zu laufen. Der in der Not zustande gekommene Abschluss gegen Torwart Bernd Leno brachte nicht den erhofften Treffer, aber damit war das gesamte Ausmaß der Bedauerlichkeit noch nicht skizziert.

Denn Reus blieb kurz auf dem Boden liegen, fasste sich nach dem Aufstehen als erstes an den hinteren Oberschenkel. Er humpelte und musste anschließend schnell ausgewechselt werden. Christian Pulisic kam für ihn auf den Platz. Die erste Vermutungen deuteten bei Reus laut Sky auf einen Muskelfaserriss hin. Bestätigt sich der erste Verdacht, fällt der Mann mit der Rückennummer 11 zwei bis drei Wochen aus. Sein Einsatz im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Benfica Lissabon ist bereits ausgeschlossen. Das erklärte BVB-Trainer Thomas Tuchel nach der Partie: "Ein Einsatz ist ausgeschlossen. Das ist ein enormer Verlust, der diesen Sieg trübt." In der Königsklassen-Begegnung am kommenden Mittwoch muss die Borussia eine 0:1-Niederlage aus dem Hinspiel reparieren.

Reus: "Ich weiß noch nicht, was es ist"

Marco Reus zählte in den vergangenen Wochen zusammen mit Ousmane Dembélé einer der verlässlichsten Größen in der Offensive des BVB. Mit großer Freude hatten Verantwortliche und Fans der Borussia zuletzt zur Kenntnis genommen, dass der sonst anfällige Reus sich so gut fühlte wie lange nicht mehr. Nach seiner Schambeinentzündung, die ihn um die EM 2016 brachte, hatte er sich deutlich mehr Zeit genommen, als zunächst vorgesehen, um seinen Körper auf den stressigen Alltag in drei Wettbewerben vorzubereiten. Sein Zustand zuletzt deutete darauf hin, dass diese Geduld klug und vorausschauend war. Nun erlitt er gegen Leverkusen zumindest einen Rückschlag. "Ich weiß noch nicht, was es ist", sagte Marco Reus, als er das Stadion verließ.

Autor: Daniel Berg

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