Der FC Bayern hat in der Fußball-Bundesliga auch die Hürde beim 1. FC Köln genommen. Nach 90 Minuten feierte der Rekordmeister vor 50.000 Zuschauern einen verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg.

Bayern

Köln machtlos gegen Münchner Machtdemonstration

Christian Brausch
05. März 2017, 08:12 Uhr
Foto: firo

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Der FC Bayern hat in der Fußball-Bundesliga auch die Hürde beim 1. FC Köln genommen. Nach 90 Minuten feierte der Rekordmeister vor 50.000 Zuschauern einen verdienten 3:0 (1:0)-Erfolg.

Der FC Arsenal in der Champions League, der FC Schalke im DFB-Pokal und der HSV in der Bundesliga. Sie alle hatten zuletzt erfahren müssen, wie stark der FC Bayern in Form ist. Nun auch der 1. FC Köln, der ich im achten Versuch keinen Dreier gegen die Bayern einfahren konnte. Der Favorit setzte sich nach einer souveränen Vorstellung mit 3:0 (1:0) durch.

Der FC ging gebeutelt in die Partie. Timo Horn, Sehrohr Guirassy, Marcel Risse, Leonardo Bittencourt, Kapitän Matthias Lehmann, Salih Özcan (krank) und Nationalspieler Jonas Hector (Gelbsperre) fielen aus. Daher rückte Hikmet Ciftci in den Kader, eigentlich Mittelfeldspieler in der Kölner U19. Im Gegensatz zum 1:3 in der letzten Woche bei RB Leipzig wechselte Kölns Trainer Peter Stöger zwei Mal. Für Hector und Dominic Maroh kamen Frederick Sörensen und Simon Zoller in die Startelf. Bayerns Trainer Carlo Ancelotti rotierte nach dem Pokalsieg unter der Woche gegen den FC Schalke (3:0) sogar fünf Spieler neu in die Startformation. Für Mats Hummels, Franck Ribery, Arjen Robben, Rafinha und Xavi Alonso begannen Douglas Costa, Juan Berndt, Philipp Lahm, Thomas Müller und Kingsley Roman.

Bayern von Beginn an hoch überlegen

Und die fast runderneuerten Bayern demonstrierten auch gegen das letzte Aufgebot der Kölner ihre derzeitige Vormachtstellung. 8:3 Chancen - allein bis zur Pause. Gefühlt 80 Prozent Ballbesitz. Die Kölner wehrten sich nach Kräften, hatten sogar die große Chance zur Führung. Aber der tolle Kopfball von Yuya Osaka wurde von Manuel Neuer aus dem Eck gefischt - eine Wahnsinnsparade (18.). Simon Zoller (6.) und Marco Höger (42.) hatten noch Halbchancen für die Hausherren - ansonsten spielte nur der FC Bayern. Erst konnte Dominique Heinz, der überraschend auf der Sechserposition begann, vor Robert Lewandowski bereinigen (7.), dann klärte FC-Schlussmann Thomas Kessler erst gegen einen Schuss von Costa (16.), dann gegen einen Kopfball von Lewandowski (21.), anschließend gegen einen Distanzschuss von David Alba (24.).

Eine Minute später war auch Kessler machtlos. Nach Vorarbeit von Arturo Vidal war es in der Mitte Javi Martinez, der für die Bayern zum 1:0 traf. Drei Minuten später war Coman erneut durch, seine Flanke wurde kurz vor der Linie geklärt. Dann wackelte Kessler kurz, aber seine verunglückte Faustabwehr gegen einen Schuss von Vidal hatte keine Folgen.

Ribery markiert den Endstand

Nach dem Wechsel ließ der FCB Köln zwei Minuten Luft zum Atmen, dann schlug er wieder zu. Kölns linke Seite war völlig offen, Bernat nutzte das und traf - der Ball wurde noch leicht abgefälscht zur frühzeitigen Vorentscheidung. In der Folge war eigentlich nur noch zu klären, wie hoch die Bayern das Spiel in Köln gewinnen werden. Und vor der nächsten Englischen Woche entschied sich der Gast für den Schongang, denn auch Köln machte früh klar, dass die Mannschaft von Peter Stöger offensiv nicht in der Lage war, um weitere Akzente zu setzen. In der 90. Minute traf der FCB doch nochmal ins Netz. Frank Ribery markierte den 3:0-Endstand.

Beklagen mussten sich die Kölner nicht, denn schon wenige Minuten zuvor hätte der Treffer fallen können. Erst verpasste Lewandowski das 3:0, bei seiner großen Chance stand er knapp im Abseits, dann verpasste der eigewechselte Maroh nach einem Standard mit seinem Kopfball freistehend aus sieben Metern den Anschluss (80.).

Der Sieg war zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Im Schongang konnten die Bayern Kraft sparen für den Endspurt der Saison, wo es für das Ancelotti-Team um die Meisterschaft, den Pokal und die Champions League geht. Köln musste anerkennen, dass aktuell nicht mehr geht. Zu groß ist der Substanzverlust durch die zahlreichen Langzeitausfälle.

Autor: Christian Brausch

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