Wegen Unbespielbarkeit des Platzes musste das DFB-Pokalspiel des BVB in Lotte angesagt werden. BVB-Trainer Tuchel beteuert nun, dass dies nicht auf Dortmunder Betreiben geschah.

Borussia Dortmund

BVB nahm keinen Einfluss auf Absage in Lotte

Sebastian Weßling
03. März 2017, 18:26 Uhr
Foto: firo

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Wegen Unbespielbarkeit des Platzes musste das DFB-Pokalspiel des BVB in Lotte angesagt werden. BVB-Trainer Tuchel beteuert nun, dass dies nicht auf Dortmunder Betreiben geschah.

Es war Thomas Tuchel offensichtlich ein Bedürfnis, etwas geradezurücken. Der Trainer von Borussia Dortmund wurde gefragt, was er denn von der Entscheidung halte, das abgesagte DFB-Pokal-Viertelfinale gegen den Drittligisten Sportfreunde Lotte am Dienstag, den 14. März im Osnabrücker Stadion an der Bremer Brücke nachzuholen.

Nachdem Tuchel sinngemäß geantwortet hatte, dass er diese Entscheidung akzeptiere, wie er auch jede andere akzeptiert hätte, holte der BVB-Trainer noch etwas weiter aus: „Wir waren auch nicht glücklich darüber, dass wir nicht spielen konnten“, sagte er. „Man hatte ja manchmal den Eindruck in der Berichterstattung, dass es unser Wunsch war, dass das Spiel abgesagt wird oder dass wir das in irgendeiner Weise hervorgerufen hätten.“ Tatsächlich habe die Mannschaft zum Zeitpunkt der Absage in der Kabine gesessen, sei bereit gewesen, zu spielen – und dann über die Entscheidung des Schiedsrichters informiert worden.

Felix Brych hatte am Dienstag knapp eine Stunde vor dem geplanten Anpfiff entschieden, die Partie wegen Unbespielbarkeit des Platzes abzusagen. Durch die Regenfälle der vergangenen Tage und durch die heftigen Niederschläge vor dem Spiel war der Rasen derart aufgeweicht, dass die Spieler kaum Halt gehabt hätten und die Verletzungsgefahr zu groß gewesen wäre – so begründete der Schiedsrichter die Entscheidung. Natürlich passte dies den Dortmundern bedeutend besser in den Plan, weil sie auf schwierigen Platzverhältnissen ihre individuelle Überlegenheit kaum hätten ausspielen können und weil sie um die Gesundheit ihrer Stars fürchteten. Dementsprechend erleichtert äußerten sich Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke und Sportdirektor Michael Zorc.

Direkten Einfluss habe man aber nicht genommen, beteuerte Tuchel: „Ich hatte den ganzen Tag über gar keinen Kontakt zu Herrn Brych“, sagte er. „Wer denkt, dass wir in irgendeiner Weise dafür verantwortlich sind, ist komplett auf dem Holzweg.“ Der BVB sei vorbereitet und bereit zu spielen gewesen. „Und jetzt werden wir das in anderthalb Wochen in Osnabrück sein.“

Autor: Sebastian Weßling

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