Purer Abstiegskampf ist in dieser Saison das Tagesgeschäft beim ETB Schwarz-Weiß in der Oberliga Niederrhein. Angst verbreitet sich bei den Essenern trotzdem nicht.

ETB Essen

Die Luft für den "Oberliga-Dino" wird dünner

Vanessa Machelett
04. März 2017, 08:17 Uhr
Foto: Michael Gohl

Foto: Michael Gohl

Purer Abstiegskampf ist in dieser Saison das Tagesgeschäft beim ETB Schwarz-Weiß in der Oberliga Niederrhein. Angst verbreitet sich bei den Essenern trotzdem nicht.

Für die Liga-Dinos läuft es in dieser Saison nicht rund. In der Bundesliga spielt der Hamburger SV, wie schon in den Jahren zuvor, gegen den Abstieg, und auch in der Oberliga Niederrhein steckt Dauergast ETB Schwarz-Weiß mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Seit 1978 ist der ETB durchgehend in der Oberliga, beziehungsweise zwischenzeitlich der NRW-Liga zu Gast. Doch schon in den letzten zwei Jahren hat er gegen den Abstieg gekämpft.

Und der Kampf für den Oberligisten ging direkt im ersten Pflichtspiel des Jahres mit einem der berühmten Sechs-Punkte-Spiele los. Am Ende der Partie gegen den direkten Konkurrenten aus Meerbusch stand eine Punkteteilung. Für ETB-Trainer Manfred Wölpper ein „gerechter“ Ausgang seines Debüts.

Dem Spiel hat er zugleich seine Handschrift aufgedrückt. Wie es üblich ist im Abstiegskampf ging es in der Partie durchaus körperbetont zu. Für Wölpper keine Überraschung: „Das gehört auf jeden Fall dazu. Es ist klar, dass unsere Gegner Messer zwischen den Zähnen haben. Das wird auch die restlichen Spiele so bleiben.“ Dabei gilt es, den Klassenerhalt so schnell wie möglich in greifbare Nähe zu bringen.

Um das zu schaffen, muss Wölpper „das System auf das Material ausrichten.“ Er möchte, dass seine Mannschaft Fußball spielt, will weg von den langen, hohen Bällen. Voraussetzung dafür ist die Fitness seiner Spieler. Ein weiterer Aspekt, den Wölpper noch in der Vorbereitung kritisiert hat. Inzwischen ist für ihn eine Entwicklung erkennbar: „Wir sind in einem deutlich besseren Zustand. Zwar noch immer nicht da, wo wir die Spieler gerne hätten. aber wir sind durchaus in der Lage nochmal ein, zwei Körner drauf zu packen. Die Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen.“

Mit Blick auf das kommende Spiel gegen den VfB Homberg war dieser Prozess dringend nötig, wie Wölppers Analyse des Gegners ergeben hat: „Sie haben eine überragende Hinrunde gespielt. Sie kommen mit viel Tempo über die Außenbahn.“

Angst und Bange wird ihm bei der Aufgabe allerdings nicht: „Bis auf Uerdingen sind alle Vereine in der Oberliga Niederrhein auf einem Level. Da werden noch Ergebnisse zu Stande kommen, mit denen niemand vorher gerechnet hat. Jeder kann jeden schlagen. Auch das Spiel gegen den VfB Homberg wird auf Messers Schneide stehen, genauso wie die restlichen Spiele der Saison.“

Autor: Vanessa Machelett

Mehr zum Thema

Wettbewerbe

Rubriken

Kommentieren