Kevin Großkreutz ist nicht mehr Spieler des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart und erklärte seinen vorläufigen Rücktritt als Fußballprofi.

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Großkreutz erklärt unter Tränen vorläufigen Rücktritt

Andreas Ernst
03. März 2017, 15:10 Uhr
Foto: Imago

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Kevin Großkreutz ist nicht mehr Spieler des Fußball-Zweitligisten VfB Stuttgart und erklärte seinen vorläufigen Rücktritt als Fußballprofi.

Nachdem Großkreutz am Montag gemeinsam mit Stuttgarter Jugendspielern in eine Schlägerei verwickelt worden war, wurde der Vertrag am Freitag aufgelöst. "Kevin ist seiner Vorbildfunktion nicht gerecht geworden. Es ist klar, dass wir nicht zur Tagesordnung übergehen können", erklärte Stuttgarts Manager Jan Schindelmeiser.

Auch Großkreutz selbst gab ein Statement ab. "Ich möchte mich bei meiner Familie, meinen Freunden und der Mannschaft entschuldigen. Mit den Konsequenzen lebe ich", sagte er unter Tränen. Zudem bedankte er sich mit stockender Stimme bei den Fans des VfB: "Ich habe immer alles gegeben, mich immer mit dem Verein identifiziert. Nach dem Abstieg habe ich mich zum Verein bekannt. Ich hoffe, dass die Mannschaft ihr Ziel erreichen und aufsteigen kann. Dann hoffe ich, dass ich zur Feier eingeladen werde." Am Ende seines Statements erklärte Großkreutz seinen vorläufigen Rücktritt. "Ich möchte erst einmal mit Profifußball nichts zu tun haben", sagte der langjährige Dortmunder, der 2014 zum Weltmeister-Aufgebot gehörte.

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Großkreutz war am Montagabend auf dem Stuttgarter Wilhelmsplatz in eine Schlägerei verwickelt. Er erlitt unter anderem eine Platzwunde am Kopf und musste zur stationären Behandlung ins Krankenhaus. Er hatte sich offenbar bei einer Oberstufen-Party in der Disco "Perkins Park" aufgehalten. Auch für die beteiligten Stuttgarter Jugendspieler hat die Schlägerei Konsequenzen.

Stuttgarts Trainer Hannes Wolf äußerte sich nur in einer Pressemitteilung: "Das ist der einzige logische Schritt. Das ist für uns alle keine einfache Situation. Dennoch ist es jetzt wichtig, dass wir die unmittelbare Zukunft für den VfB gestalten."

Autor: Andreas Ernst

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