In den Titelkampf der Verbandsliga 1 kommt wieder Bewegung. Oberliga-Absteiger VfB Fichte Bielefeld leistete sich den ersten Ausrutscher und steht im Freitagsspiel beim SC Wiedenbrück unter Druck. Patzen die Fichten erneut, bietet sich den Verfolgern SV Schermbeck (bei Westfalia Rhynern) und SuS Stadtlohn (im direkten Duell mit dem SC Paderborn II) die Chance, die Spitze zu erklimmen.

Verbandsliga 1: 7. Spieltag, Vorschau & Expertentipp

Trio lauert auf die Spitze

Felix Guth
21. September 2006, 22:18 Uhr

In den Titelkampf der Verbandsliga 1 kommt wieder Bewegung. Oberliga-Absteiger VfB Fichte Bielefeld leistete sich den ersten Ausrutscher und steht im Freitagsspiel beim SC Wiedenbrück unter Druck. Patzen die Fichten erneut, bietet sich den Verfolgern SV Schermbeck (bei Westfalia Rhynern) und SuS Stadtlohn (im direkten Duell mit dem SC Paderborn II) die Chance, die Spitze zu erklimmen.

Im Stadtlohner „hülsta-Sportpark“ lockt das Spitzenspiel der siebten Runde. Dort die Reserve des Zweitligisten, die bislang mit dem spektakulärsten Fußball in der Liga aufhorchen ließ und erst einmal verlor. Auf der anderen Seite Rob Reekers Stadtlohner. Der Ex-Bundesliga-Profi scheint sich beim SuS pudelwohl zu fühlen und bewies zudem ein glückliches Händchen bei den Neueinkäufen. Beim jüngsten 3:1 in Lünen machten allerdings zwei Alteingesessene von sich reden:
Hattrick-Torschütze Tobias Gerwing und Elfmeterkiller Stefan Wissing im Tor. So hat Stadtlohn die Spitze fest im Visier und grüßt vielleicht schon am Sonntagabend als Tabellenführer.

Dieser Entscheidung steht aber in jedem Fall zunächst noch der SV Schermbeck im Weg. Anfangs tat sich der SVS beim mühsamen Weg zurück aus Oberliga noch schwer, in den letzten Wochen kam das Team um Trainer Martin Stroetzel aber immer besser in Schwung. Die Rot-Weißen sind als einziges Team der Liga noch unbesiegt. Dennoch war es für Trainer Stroetzel, bereits im neuen Jahr bei den Schermbeckern verantwortlich, eine arbeitsreiche Woche. Man habe die Leistung gegen Brakel noch einmal aufarbeiten müssen, meinte der Coach, der vor den ambitionierten Rhynernern warnt.

Die Westfalia findet derzeit in kleinen Schritten den Weg aus der Krise. Wenn auch noch nicht alles rund läuft bei der Grauer-Elf: Seit drei Spielen ist Rhynern unbesiegt. Neueinkauf Jiri Homola spielte beim 3:1-Erfolg in Neuenkirchen erstmals 90 Minuten durch und überzeugte auf ganzer Linie. „Er hilft der Mannschaft als Typ sehr. Er bringt Ruhe in unser Angriffspiel und die anderen können sich an ihm orientieren“, adelt Trainer Uwe Grauer seinen ehemaligen Mitspieler. Für den Coach hat sich die Verpflichtung schon jetzt gelohnt. Trotz des Zwischenhochs wehrt sich der Westfalia-Trainer gegen zu viel Euphorie. „Wir sind noch immer einige Punkten hinten dran. Und jetzt folgen Spiele, die eine echte Standortbestimmung sind.“ Gegen Schermbeck sieht er nur dann eine Chance, „wenn alle so engagiert auftreten wie zuletzt“.

Wenig neue Schlagzeilen liefert derzeit der Lüner SV. Der tiefe Absturz der letztjährigen Überraschungsmannschaft geht weiter, viele im LSV-Umfeld fühlen sich schon an die unsäglichen Zeiten des Oberliga-Abstiegs erinnert. „Wir haben eine exzellente Qualität in der Mannschaft“, lässt sich der zweite Vorsitzende Dirk Hartmann auf der Vereinshomepage zitieren. Auf eine Diskussion um die Position von Spielertrainer Mark Bördeling lässt er sich nicht ein. „Er ist ein ehrgeiziger Typ und Trainer. Mit seinem Betreuerstab wird er das Problem schon in den Griff bekommen.“ Bei RW Erlinghausen kommt es zu einem echten Schicksalsduell. Denn auch Erlinghausen steckt tief im Schlamassel, hat aber immerhin im Gegensatz zu Lünen schon einen Sieg auf dem Konto.

Den 7. Spieltag tippt Michael Benninghoff (Sportlicher Leiter SV Schermbeck)

Autor: Felix Guth

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