In einer Hinsicht gibt es beim Fußball-Regionalligisten TSG Sprockhövel bereits Planungssicherheit. Denn der Vertrag mit Trainer Andrius Balaika wurde, wie berichtet, vorzeitig um ein Jahr verlängert.

Sprockhövel

So plant die TSG die Zukunft

Heiner Wilms
24. Februar 2017, 22:07 Uhr
Foto: Thorsten Tillmann

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In einer Hinsicht gibt es beim Fußball-Regionalligisten TSG Sprockhövel bereits Planungssicherheit. Denn der Vertrag mit Trainer Andrius Balaika wurde, wie berichtet, vorzeitig um ein Jahr verlängert.

Noch nicht sicher ist indes, in welcher Liga und mit welchem Kader die TSG in der kommenden Saison spielen wird. Vermutlich wird es die Oberliga sein, denn vor dem für Samstag geplanten Auswärtsspiel gegen Borussia Dortmund II (Anstoß: 14 Uhr, Stadion Rote Erde, Strobelallee 50) hat die TSG als Regionalliga-Schlusslicht elf Punkte Rückstand auf einen sicheren Platz.

Diese Tatsache wird aber die Kaderzusammenstellung für die kommende Saison nicht beeinflussen. „Wir können hier in Sprockhövel nicht für eine spezielle Liga planen. Dafür haben wir einfach nicht die finanziellen Möglichkeiten. Wir werden unsere Sache so gut wie möglich machen, und dann werden wir sehen, was mit dem neuen Kader möglich ist“, sagt Andrius Balaika, der bei der TSG ja nicht nur Trainer, sondern eigentlich auch Sportlicher Leiter ist. Denn die ersten Gespräche mit potenziellen Zugängen führt der Litauer. „Danach gibt es dann Gespräche mit dem Vorstand, von dem ich sehr unterstützt werde“, sagt Balaika.

Viel Arbeit also für den 38-Jährigen, der mit der TSG eng verbunden ist. Ein anderer Verein sei für ihn auch kein Thema gewesen, verrät der Coach. „So weit bin ich noch nicht“, sagt Balaika. Und so habe es für ihn nur zwei Optionen gegeben. Nämlich die eine, bei der TSG Trainer zu bleiben oder aber die andere, ein Jahr Pause einzulegen. Denn die Arbeit der letzten Jahre habe schon viel Kraft gekostet, vor allem das Jahr in der Oberliga, so Balaika.

In den kommenden Wochen wird es also darum gehen, einen Kader für die neue Saison zusammenzustellen. Hilfreich ist dabei sicherlich, dass viele Spieler auch noch über die aktuelle Saison hinaus an die TSG gebunden sind. Zudem werden wieder einige Jugendspieler nachrücken.
„Da sind einige interessante Jungs dabei“, verrät der Trainer, der dann aber doch noch keine Namen nennen möchte. Allerdings stellt er klar, dass die TSG weiterhin an ihrem Konzept festhalten und in erster Linie mit jungen Spielern arbeiten werde - und dann gerne mit solchen, die in Sprockhövel ausgebildet wurden. „Bei Spielern, die von anderen Vereinen kommen, gibt es ja manchmal auch ein Mentalitätsproblem“, sagt Andrius Balaika. „Bei denen ist es nicht immer selbstverständlich, dass sie alles für die TSG geben. Die Motivation, zu uns zu kommen, kann auch darin begründet sein, ein Jahr Regionalliga in der persönlichen Fußball-Laufbahn vorweisen zu können.“

In Sprockhövel wird man also weiter auf den eigenen Nachwuchs schauen. Zu den Spielern, die im Baumhof ausgebildet wurden, zählen auch Tim Dudda und Max Claus. Beide mussten zuletzt aber kürzer treten und bei beiden gab es zwischenzeitlich die Befürchtung schwerer Verletzungen. Doch die vermeintlichen Achillessehnenbeschwerden, über die Max Claus klagte, entpuppten sich als Reizung einer Sehne im Sprunggelenk. Entwarnung gibt es auch bei Tim Dudda. Der Mittelfeldspieler hatte befürchtet, dass die Schmerzen im Knie auf einen Knorpelschaden zurückzuführen seien. Dudda ist deshalb auch schon einmal operiert wurden. „Es handelt sich jetzt aber wohl nur um eine Entzündung der Patellasehne“, sagt Andrius Balaika. „So etwas kann zwar auch dauern, ist aber natürlich nicht mit einem Knorpelschaden vergleichbar. Denn der kann leicht das Karriere-Ende bedeuten.“

Autor: Heiner Wilms

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